Diedenhofer Kapitular Karl des Großen
  805     -  

24.Dezember Magdeburg wird als Magadoburg das erste mal urkundlich im Diedenhofer Kapitular Karl des Großen als fränkisches Kastell erwähnt, durch das er Magdeburg zum Zentralplatz für den Handel mit den Slawen bestimmt und unter der Aufsicht eines kaiserlichen Beamten stellt. Aito heißt der erste kaiserliche Statthalter Karl des Großen. (Diedenhofen = heute Thionville/Frankreich)

        -  

Im Chronicon Moissiacense wird Magdeburg erwähnt. Dort heißt es: "Das vierte Heer (des Kaisers) schiffte auf einer großen Flotte die Elbe aufwärts und kam nach Magedoburg und verheerte die Gegend Genewara" (Genthin?)

Skulptur des heiligen Mauritius am Dom (Archiv Chronik)
  806     -  

In einer Urkunde der Chronik von Moissac wird berichtet, das gegenüber Magdeburgs ein fränkischer Militärstützpunkt errichtet wird, das "castellum contra Magadaburg" dessen Lage seit 2009 nicht mehr unbekannt ist.

  814     -  

28.Januar Karl der Große, römisch-deutscher Kaiser, verstirbt in Aachen. Ludwig I., seit 813 zum Mitkaiser erhoben, übernimmt die Kaiserwürde.

  843     -  

Nach dem Tod Karl des Großen zerfällt das Fränkische Reich. Im Vertrag von Verdun wird es unter den Söhnen Ludwig des Frommen aufgeteilt.

  847     -  

In einem Capitular von Kaiser Ludwig I., genannt der Fromme, wird Magdeburg, als einer der Stapelplätze von den aus mit den Slawen gehandelt werden darf, erwähnt.

Skulptur Otto des Großen am Westportal des Dom (Archiv Chronik)
  895     -  

um Mathilda in Enger als Tochter des sächsischen Grafen Dietrich und Reginlind geboren. Spätere Ehefrau Heinrich I. (gest.14.März 968 in Quedlinburg)

  900     -  

um Gero, ab 937 erster (und einziger) Markgraf der sächsischen Ostmark und Vertreter des Kaiser, geboren.

  910     -  

um (zwischen 905 u. 912) Editha, spätere Gemahlin von Otto des Großen, wird als Tochter von Eduard des Älteren von Wessex geboren

  912     -  

23.November Otto (gest.973), der spätere Kaiser, wird als ältester Sohn Heinrich I. und Mathilda in Walhausen geboren.

Magdeburger Dom (Archiv Chronik)
  924     -  

Heinrich I. bestimmt Magdeburg zum Zentrum eines BurgwardsIm frühen Mittelalter ein Bezirk mit einigen Dutzend Dörfern, deren Bewohner Dienste und Abgaben für die Burg zu leisten hatten.

        -  

Die Wenden fallen in Magdeburg ein und verwüsten die Ortschaft.

  929     -  

König Heinrich I. wirbt in England bei König Aethelstan um eine Braut für Otto. Der englische König schickt die Schwestern Editha und Edviga an den sächsischen Königshof. Otto entschied sich für Editha, Edviga heiratete Ludwig, den Bruder des Königs von Burgund.

Magdeburger Dom (Archiv Chronik)
        -  

Wilhelm, der spätere Erzbischof von Mainz und Widersacher Ottos bei der Gründung des Erzbistums Magdeburg, wird als unehelicher Sohn von Otto geboren. (gest. 2.März 968)

        -  

Otto vermählt sich mit Editha von Wessex, einer englischen Königstochter. Sie erhält den Ort Magdeburg als Morgengabe (Geschenk nach der Hochzeitsnacht).

Taufbecken im Dom (Archiv Chronik)
  930     -  

Liudolf, Sohn von Otto I. und Editha geboren. (gest. 6.September 957)

  933     -  

Liutgard, Tochter von Otto I. und Editha geboren. (gest. 953)

  936     -  

02.Juli König Heinrich I. (geb. um 876) stirbt auf seinem Gut Memleben. Er wird in dem von ihm gegründeten Ort Quedlinburg im Dom beerdigt.

Stadtmodell auf dem Domplatz (Archiv Chronik)
        -  

07.August Otto I. wird in Aachen vierundzwanzigjährig von den Adligen der deutschen Stämme zum König gekrönt. Seine Lieblingsresidenz wird Magdeburg.

        -  

13.September König Otto I. stiftet das Nonnenkloster Quedlinburg.

Klosterhof der Marienkirche des Kloster Unser Lieben Frauen (Archiv Chronik)
        -  

14.Oktober König Otto I. weilt auf seinem Königsumritt in Magdeburg und stellt seine erste Magdeburger Urkunde für das Kloster Fulda aus.

  937     -  

21.September Eine Reichsversammlung wird nach Magdeburg einberufen. Otto I. gründet das Benediktinerkloster St. Mauritius. Im Stiftungsbrief des Klosters überträgt der König den Mönchen einen Meierhof am Neuen Markt sowie mehrere zur Stadt gehörende Ortschaften. Außerdem erhielten sie das Recht aus ihrer Mitte einen Abt zu wählen, im Gegenzug sollen sie als Zeichen das sie seine Schirmherrschaft anerkennen, dem König jährlich ein Pferd nebst Schild und Lanze oder zwei Pelzgewänder überlassen. Erster Abt des Klosters wird der Prälat des Klosters St. Maximum zu Trier, Anno (Hanno).

Sonnenuhr im Dom-Innenhof (Archiv Chronik)
        -  

Königin Editha lässt um Magdeburg einen Wall errichten, der nicht wie üblich aus Holz besteht, sondern wie in England aus Bruchstein gemauert wird. Die Schöppenchronik berichtet später: "He began de muren umme de stad tu buwende, he vulbrachte der nicht."

In das Pflaster der Straße am Dom eingelassener Stein für Königin Editha (Archiv Chronik)
        -  

21.September Buckau wird das erstemal in der Schenkungsurkunde Otto I. an das Moritzkloster als "Buchuvi" ("Ort an den Buchen") erwähnt

        -  

21.September Diesdorf wird erstmals als Thieterisdorp erwähnt und ebenfalls dem Moritzkloster übereignet.

        -  

27.September König Otto I. übergibt den Benediktiner- Mönchen des Moritzklosters die Zollfreiheit.

In das Pflaster der Straße am Dom eingelassener Stein für König Heinrich I. (Archiv Chronik)
        -  

11.Oktober Das Moritzkloster erhält weitere Besitzungen in Magdeburg, in Nordthüringen und in der Lüneburger Heide von Otto I. geschenkt.

  939        

König Otto I. gründet die Bistümer Brandenburg und Havelberg. Diese werden dem Mainzer Erzbischof unterstellt.

        -  

07.Juni Durch eine Schenkung von 14 Ortschaften im Nordthüringengau erreicht das Moritzkloster einen Besitz wie kaum ein Kloster zu dieser Zeit.

In das Pflaster der Straße am Dom eingelassener Stein für Königin Adelheid (Archiv Chronik)
  940     -  

König Otto I. lässt die Wehranlagen von Magdeburg verstärken.

        -  

07.Juli König Otto I. sichert der Stadt Magdeburg umfangreiche Privilegien zu.

  941     -  

Erwähnung einer Marktkirche, Vorgängerbau der Johanniskirche (Ecclesia plebeja)

        -  

01.Januar Das Moritzkloster wird von König Otto I. mit einem Gut beschenkt, das ihm von einer gewissen Vata überlassen wurde.

In das Pflaster der Straße am Dom eingelassener Stein für Königin Adelheid (Archiv Chronik)
        -  

23.April Den Mönchen des Benediktinerordens wird der Schutz der Magdeburger Kirchen übertragen. Sie erhalten außerdem mehrere vom Bischof Bernhard von Halberstadt eingetauschte Güter und Grundstücke in und um Magdeburg sowie den Zehnten aus diesen Dörfern.

        -  

06.August Otto I. schenkt den Mönchen des Moritzklosters mehrere Güter bei Dardesheim/Harz, um mit deren Einkünften arme Pilger im Kloster zu versorgen.

Grabmal der Königin Editha (Archiv Chronik)
  942     -  

28.März Durch eine Urkunde werden dem Moritzkloster die schon 937 überlassenen Zolleinkünfte bestätigt und die Einkünfte der neu angelegten Münze hinzugefügt.

  944     -  

12.Februar In einer Urkunde überweist Otto I. den Mönchen mehrere Güter bei Dardesheim, die er von einem Vasallen Ein Vasall war im frühen Mittelalte ein Herr, der sich freiwillig als Gefolgsmann in den Dienst eines anderen Herren stellte und sich diesem für bestimmte militärische oder diplomatische Dienstleistungen verpflichtete Eberhard eingetauscht hat.

  946     -  

König Otto I. gründet das Bistum Havelberg

Heilig-Grab-Kapelle im Dom (Archiv Chronik)
        -  

26.Januar Königin Editha in Magdeburg gestorben.

        -  

29. Januar Königin Editha wird in der Klosterkirche St. Mauritius beigesetzt.

        -  

29.Januar Das Kloster St. Mauritius erhält alles königliche Eigentum in den Orten Unenesburg (Unseburg), Brunnem (Borne), Biscopestorep (Bisdorf), Makkyestede (Mackstedt) und Adestanstede (Atzendorf) übertragen.

Der Heilige Mauritius, die früheste bekannte Darstellung eines dunkelhäutigen Heiligen (Archiv Chronik)
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29.Juli Das Moritzkloster erhält weitere Schenkungen, die Otto I. vom Bistum Halberstadt eingetauscht hat.

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29.Dezember Die Volkskirche (Johanniskirche?) erhält die Dörfer Schartau, Grabau und Buckau mit allem Zubehör als Schenkung von König Otto I.

  947     -  

30.März Die Volkskirche erhält die vom Hersfelder Abt Hagano eingetauschten Güter im Mansfeldischen Land nebst den Kirchen in Wormsleben und Widerstedt von Otto I. als Schenkung.

  948     -  

Erste urkundliche Erwähnung von Pechau als Pechoui in einer Urkunde von Otto I.

  949     -  

01.Oktober König Otto I. unterzeichnet die Stiftungsurkunde für das Bistum Brandenburg.

  950     -  

Der Abt des Mauritiusklosters, Anno, wird Bischof von Worms. Neuer Abt wird Othwin.

Kreuzgang (Foto: Wieland Schulze)
  951     -  

23.September Otto I. zieht in die Hauptstadt der Langobarden, Pavia, ein und nennt sich nun König der Franken und Langobarden. Im selben Jahr heiratet er die Witwe von König Lothar, Adelheid.

  952     -  

18.April Das Königspaar Otto I. und Adelheid feiert mit den Großen des Reiches das Osterfest in Magdeburg.

        -  

Heinrich, erster Sohn von Otto I. und Adelheid, geboren (gest. 7. April 954)

  953     -  

Liudolf, Sohn von Otto I., sein Schwager Konrad von Lothringen und der Mainzer Erzbischof Friedrich begehren gegen Otto I. und den von ihm eingesetzten Herzog von Bayern, Heinrich, auf.

Otto zieht in Magdeburg ein (Archiv Chronik)
        -  

Liutgard, Tochter Otto des Großen und Editha gestorben.

  955     -  

Die Ungarn fallen in Bayern ein und belagern Augsburg. Otto I. eilt, mit einem Heer von Magdeburg aus kommend, zu Hilfe und vom 09. bis 11.August tobt die Schlacht auf dem Lechfeld (bei Augsburg), die mit einem Sieg für Otto endet. Damit war die Ungarngefahr gebannt.

Kreuzgang (Foto: Wieland Schulze)
        -  

16.Oktober Otto I. unterwirft in einer Schlacht die aufständischen Slawen.

        -  

Nach einem Bericht Thietmars von Merseburg (Bischof von Merseburg und Geschichtsschreiber) beginnt Otto mit dem Bau einer einer prächtigen Kirche an der Grabstelle Edithas.

Das Wahrzeichen der Stadt (Foto: Wieland Schulze, Magdeburg)
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Um sein Ziel zu erreichen, Magdeburg zum Erzbistum zu erheben, beginnt Otto I. mit dem Ausbau der Kirche des Moritzklosters zur Kathedrale. Es entsteht der erste ottonische Dom.

  956     -  

09.Juli König Otto I. überträgt dem Mauritiuskloster in drei Urkunden königliche Regalien Als Regalien bezeichnete man die Hoheits- und Sonderrechte eines Königs , mit dem Recht Handel zu betreiben.

Die klugen ... (Archiv Chronik)
  957     -  

In Magdeburg siedeln sich erstmals Juden an

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06.September Liudolf, Ottos Sohn, stirbt auf einem Kreuzzug gegen Berengar II., Markgraf von Ivrea, in Italien.

  961     -  

Otto I. lässt Reliquien von Mauritius, dem Schutzheiligen des im Bau befindlichen Domes, nach Magdeburg bringen. 

... und die törichten Jungfrauen (Archiv Chronik)
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23.April In Zusammenhang mit der Überweisung des Zehnten aus den Burgbezirken an das Magdeburger Moritzkloster erfolgt die erste Erwähnung von Burgwarden

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29.Juli Otto I. überträgt dem Moritzkloster das östlich der Saale gelegene Gut Neletice. Damit gerät Halle in die Abhängigkeit Magdeburgs. 

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Wahrscheinliches Gründungsjahr des Klosters St. Johannis des Täufers, später bekannt als Kloster Berge

Altar im Hohen Chor (Foto: Wieland Schulze)
  962     -  

Umwandlung des Moritzklosters in ein Domstift Ein Stift ist jede mit Vermächtnissen und Rechten ausgestattete, zu kirchlichen Zwecken bestimmte und einer geistlichen Körperschaft übergebene (gestiftete) Anstalt mit allen dazugehörigen Personen, Gebäuden und Liegenschaften. (WIKIPEDIA) . Die Benedektinermönche verlassen später das Kloster und siedeln sich im Kloster Berge neu an.

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02.Februar Otto I. und seine zweite Frau Adelheid werden in Rom durch Papst Johannes XII. zum ersten Deutschen Kaiserpaar gekrönt. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation entsteht (das bis ins Jahr 1806 bestehen bleibt ).

Urkunde mit der Verkündigung zur Errichtung eines Erzbistums zu Magdeburg
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12.Februar Papst Johannis XIII. genehmigt Otto I. die Errichtung des Erzbistums Magdeburg. Dieser scheitert jedoch vorerst an der Zustimmung der Bischöfe von Mainz und Halberstadt.

  965     -  

Eine Urkunde nennt Köln, Mainz und Thiel am Mittel- und Niederrhein sowie Bardowiek an der Elbe als Handelsziele Magdeburger Kaufleute.

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Erste urkundliche Erwähnung von Sudenburg als Suburbium.

Urkunde Ottos I. zur Gründung des Klosters Magdeburg
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12.April Erste urkundliche Erwähnung des Kloster Berge vor den Toren Magdeburg. Kaiser Otto I. schenkt dem Kloster den ihm in der slawischen Provinz Nizizi zustehenden Königszehnt.

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28.März Das Mauritiuskloster erhält die Orte Calva (Calbe) und Rosburg (Rosenburg) vom Kaiser geschenkt.

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20.Mai Markgraf Gero, der Vertreter des Kaisers bei seiner Abwesenheit, gestorben. Er wird in der von ihm gegründeten Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode bestattet.

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17.Juni Durch eine abermalige Schenkung erhält das Mauritiuskloster die Orte Luborn (Loburg) und Tuchim (Tuchheim).

Remtergang am Dom (Archiv Chronik, alte Postkarte)
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09.Juli Otto I. verleiht dem Moritzkloster wichtige Rechte. Es erhält die Herrschaft über die Burg und den Burgbezirk, die bis dahin der Kaiser besaß. Markt-, Münz- und Zollrecht werden verliehen.

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09.Juli In einer Urkunde unterwirft Otto der Große die in Magdeburg wohnenden Juden und Kaufleute der Gerichtsbarkeit des Erzbischofs.

Der Hohe Chor mit den antiken Säulen aus Ravenna (Archiv Chronik, altes Dia)
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12.Juli Otto I. erlässt eine Verordnung nachdem Juden von der Verpflichtung befreit sind Heeresdienst zu leisten und Zoll zu zahlen.

  967     -  

20.April Papst Johannis XIII. verkündet auf einer Reichssynode in Ravenna in einer Urkunde die Einrichtung des Erzbistum Magdeburg.

Heilig-Geist-Kapelle im Dom mit Editha und Otto I. (Foto: Wieland Schulze)
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24.Dezember Otto II., Sohn von Otto I. und Adelheid, wird zum Mitkaiser gekrönt.

  968     -  

03.Februar Bischof Bernhard von Halberstadt gestorben.

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02.März Der Erzbischof Wilhelm von Mainz, Sohn Otto des Großen, in Rottleberode/Südharz gestorben.

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14.März Mathilda, Frau von Heinrich I. und Mutter Otto des Großen gestorben.

Albert von Magdeburg
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September/Oktober Auf einem Hoftag in Ravenna verzichten die Nachfolger der verstorbenen Bischöfe von Mainz und Halberstadt auf Kirchengebiete ihrer Diözesen zugunsten des neuen Erzbistums Magdeburg.

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01.Oktober Das im Aufbau begriffene Erzstift Magdeburg erhält die Abtei St. Dionys in Engern, ein Gut in Bodenhausen sowie das Peter- und Paul-Kloster in Bibra als Geschenk. Auf Wunsch des Papstes kommt auch noch die Abtei Weißenburg im Speyergau dazu.

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18.Oktober Der Mönch Adalbert, Abt des Kloster Weißenburg, wird zum Erzbischof von Magdeburg ernannt, ihm unterstehen die Bistümer Brandenburg, Havelberg, Meißen, Merseburg, Zeitz, Naumburg und Posen. Magdeburg wird Erzbistum.

Dominnenhof (Archiv Chronik)
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24.Dezember Erzbischof Adalbert wird durch zwei außerordentliche Legaten des Papstes feierlich in sein Amt eingeführt.

  969     -  

26.Juli In einer zu Pavia in Italien ausgestellten Urkunde schenkt Kaiser Otto I. der erzbischöflichen Kirche zu Magdeburg das Gut Hundelshausen in Hessen.

Darstellung des Kloster Berge um 1580
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09.August Die Benediktinermönche siedeln aus ihrem angestammten Moritzkloster in das Kloster Berge vor den Toren der Stadt, da ihr Kloster dem ersten Erzbischof von Magdeburg, Adalbert von Weißenburg, und seinem Domkapitel übereignet wird.

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10.August Die ersten Domherren des künftigen erzbischöflichen Domkapitels werden in ihr Amt eingeführt.

Die Heilig-Grab-Kapelle im Magdeburger Dom (Foto: Hans-Joachom Psik, Magdeburg)
  970     -  

14.Januar Kaiser Otto I. bestimmt, das das Kloster Berge von allen weltlichen Leistungen frei bleiben solle und nur der Heerespflicht gegenüber dem König zu folgen hat. Außerdem wird dem Kloster die freie Abtwahl gewährt.

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17.Januar Die Mönche des Johannisklosters auf dem Berge (Kloster Berge) erhalten von einem Getreuen des Kaisers, Guntram, mehrere Güter geschenkt.

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25.Januar Die Mönche des Johannisklosters erhalten das Recht der freien Abtswahl.

  972     -  

14.April Am Ostertag heiratet Otto II. in Rom Theophanu, eine byzantinische Prinzessin. Sie ist die Tochter des griechischen Königs Romanus II.

  973     -  

16.März Kaiser Otto I. kehrt aus Italien zurück und feiert das Pfingstfest in Magdeburg.

Grab Otto des Großen im Hohen Chor Magdeburger Doms (Foto: Wieland Schulze, Magdeburg)
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17.März Kaiser Otto I. bestätigt alle Schenkungen an das Erzstift und fügt neue Schenkungen hinzu.

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07.Mai Kaiser Otto I. stirbt auf der Pfalz zu Memleben. Seine Eingeweide werden in der Kirche des Klosters Memleben beerdigt. Er selber findet seine letzte Ruhestätte im Magdeburger Dom an der Seite seiner ersten Frau Editha.

Dominnenhof (Foto: Wieland Schulze, Magdeburg)
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04.Juni Kaiser Otto I. wird im Dom beigesetzt.

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04.Juni Kaiser Otto II. bestätigt in einer Urkunde die väterlichen Schenkungen und Privilegien an die erzbischöfliche Kirche in Magdeburg.

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05.Juni Kaiser Otto II. verzichtet durch eine Urkunde auf das Bestätigungsrecht des erzbischöflichen Vogtes

Detail vom Lettner (Archiv Chronik, altes Dia)
  975     -  

Kaiser Otto II. verleiht den Magdeburger Kaufleuten die Zollfreiheit im Reich und  entbindet sie von der Entrichtung jeder Abgabe

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26.Juni Kaiser Otto II. bestätigt den Kaufleuten von Magdeburg die von seinem Vater gemachten Handelsfreiheiten mit der Auflage, für jede böswillige Beschädigung von Brücken, Dämmen und Landstrassen 10 Pfund Gold zu zahlen.

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15.Juli Das Kloster Berge erhält durch eine Schenkung des Kaisers mehrere Dörfer, unter anderem auch das Dorf Dodendorf.

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09.September Das Erzstift Magdeburg erhält vom Kaiser durch eine in Allstädt ausgestellten Urkunde den Zehnten Teil von allen an den Fiskus fließenden Geldsteuern.

Blick in den Hohen Chor auf die Grabstelle Otto des Großen (Archiv Chronik, altes Dia)
  976     -  

Auf einem Hoftag in Magdeburg enthebt Kaiser Otto II. den Herzog von Bayern, Heinrich den Zänker und den Markgrafen Gunther von Merseburg, wegen Aufruhr gegen den Kaiser ihrer Ämter.

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16.September Kaiser Otto II. bestätigt in Kirchberg bei Jena alle von seinem Vater Otto I. getätigten Schenkungen gegenüber dem Erzbistum und gibt ihm das Recht, dass niemand über die Leute des Erzbischofs in der Stadt, wo er seinen Sitz hat, ohne dessen Willen Gericht halten darf.

  977     -  

Adelheid, Tochter von Kaiser Otto II. und Kaiserin Theophanu, geboren.

Brunnenhaus im Kloster Unser Lieben Frauen (Archiv Chronik)
  978     -  

Der König des westfränkischen Reichs, Lothar, überfällt Aachen. Kaiser Otto II. und seine Frau Theophanu können nach Köln fliehen.

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13.Mai Kaiser Otto II. bestätigt für Magdeburg die von seinem Vater gegebenen Privilegien.

  979     -  

01.Juli Kaiser Otto II. übergibt die Gerichtsbarkeit im Burgwardbezirk an den Erzbischof.

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13.August Kaiser Otto II. ruft einen Fürstentag nach Magdeburg ein, da der Markgraf Gero von Nordthüringen von Waldo, einem Widersacher, der Untreue gegenüber dem Kaiser beschuldigt wird. Aus Mangel an Beweisen wird auf einem Zweikampf zwischen Gero und Waldo entschieden. Gero unterliegt dabei. Als Waldo frisches Wasser trinkt, fällt er tot um. Dies wird als Zeichen der Unschuld Geros angesehen. Dessen ungeachtet lässt der Kaiser ihn trotzdem hinrichten.

Lettner im Dom (Archiv Chronik, altes Dia)
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Sommer Mathilde, Tochter von Otto II. und Theophanu geboren (gest. 04.November 1025).

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22.Oktober Kaiser Otto II. bestätigt in seiner Pfalz zu Allstädt in einer Urkunde einen zwischen Erzbischof Adalbert und dem Abt von Fulda getroffenen Gütertausch, wonach das Erzstift für seine in Südthüringen gelegenen Güter mehrere Ortschaften im Mansfelder Land erhält.

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19.November Kaiser Otto II. verleiht dem Domkapitel das Recht der freien Wahl des Erzbischofs.

Wundertätige Madonna (Archiv Chronik, altes Dia)
  980     -  

Otto, Sohn von Kaiser Otto II. und Kaiserin Theophanu, geboren. (gest. 23.Januar 1002)

  981     -  

20.Juni Erzbischof Adalbert verstirbt auf einer Inspektionsreise. Er wird im Magdeburger Dom beerdigt und später heilig gesprochen. Das Domkapitel wählt den Domscholastikus Ohtrich zu seinem Nachfolger. Doch Kaiser Otto II. verfügt das der Bischof Giselher von Merseburg neuer Erzbischof wird.

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10.September Durch eine päpstliche Bulle wird das Bistum Merseburg aufgehoben und unter die Bistümer Magdeburg, Halberstadt, Meißen und Zeitz aufgeteilt.

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10.September Bischof Giselher von Merseburg empfängt die Amtsinsignien als Erzbischof von Magdeburg

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23.September Erzbischof Giselher lässt sich vom Kaiser alle Schenkungen und Privilegien an das Magdeburger Erzstift durch eine Urkunde bestätigen

Garten der Möllenvogtei (Günther Herzger, Magdeburg)
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07.Oktober Der vom Domkapitel zum Erzbischof vorgeschlagene Ohtrich, Leiter der Magdeburger Domschule, verstirbt auf seiner Rückreise von Rom in Benevent/Italien.

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30.November Erzbischof Giselher trifft in Magdeburg zu seinem Antrittsbesuch ein.

  983     -  

29.Juni Bei einem Slawenaufstand wird der Bischofssitz in Havelberg eingeäschert und die Einwohner ermordet.

Paradiesvorhalle mit Jungfrauenportal (Archiv Chronik, altes Dia)
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02.Juli Brandenburg wird von den Aufständischen zerstört, der Bischof und der Markgraf Thiederich fliehen.

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07. Dezember Kaiser Otto II. verstirbt in Rom an Malaria. Er wird in der dortigen Peterskirche beigesetzt.

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25.Dezember Nach dem Tod Kaiser Otto II. wird sein dreijähriger Sohn als Otto III. zum König gekrönt.

Kloster Unser Lieben Frauen (Archiv Chronik, altes Dia)
  984     -  

16.März Der Bayernherzog Heinrich II., von Kaiser Otto II. nach Utrecht verbannt, lädt die sächsischen Fürsten nach Magdeburg ein um die Königswürde zu erringen. Vorher hatte er in Köln den jungen König Otto III. in seine Gewalt gebracht.

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23.März Eine Minderheit deutscher Fürsten wählt den Bayernherzog Heinrich, der den Beinamen "der Zänker" trägt, in Quedlinburg zum König

Grundriß von Magdeburg vor den Stadterweiterungen
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29.Juni Auf dem Reichstag zu Rara muss Herzog Heinrich II. den König Otto III. an seine Mutter Theophanu ausliefern.

  985     -  

15.Februar Erzbischof Giselher erhält vom König eine Bestätigung aller Schenkungen Otto I. und Otto II.

  987     -  

20.Mai Das Erzstift Magdeburg erhält vom König den Zoll, den Königsbann und die Münze zu Giebichenstein.

Figur von Otto des Großen am Westportal des Dom (Archiv Chronik)
    neue Daten hinzugefügt   -  

Zwischen 987 und 995 bedrohen mehrere Mißernten das Gedeihen der Stadt und den Handel.

  991     -  

01.Mai Das Erzstift Magdeburg erhält vom König den dritten Teil des Zinses aus Gold, Silber und Vieh der ihm aus Böhmen zusteht.

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15.Juni Kaiserin Theophanu verstirbt im Alter von einunddreißig Jahren auf einem Reichstag in Nimwegen. Ihr Grab befindet sich in der St. Pantaleon-Kirche in Köln.

  992     -  

18.Januar Der König bestätigt der Magdeburger Kirche den Besitz des Klosters Hagenmünster bei Mainz und Güter im Speyergau.

Der Schutzheilige des Magdeburger Bistums, der heilige Mauritius (Archiv Chronik)
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24.Juni Otto III. schenkt dem Erzbischof Giselher die HörigeUnfreie Bauern. Sie konnten bewegliches Eigentum besitzen, jedoch keinen Grundbesitz und waren an Land gebunden das einem Grundbesitzer gehörte. Die Hörigkeit wurde an die Kinder vererbt. In Deutschland wurde die Hörigkeit durch die Bauernbefreiung 1848 aufgehoben Emma samt ihrer Nachkommenschaft.

  994     -  

23.November In einer Urkunde bezeichnet Otto III. Magdeburg als eine Stadt, welche gleich Köln und Mainz seiner Herrschaft (nostrae dictionis) untersteht.

Schäfergruppe am Dom (Archiv Chronik)
  996     -  

21.Mai Otto III. wird in Rom zum Kaiser gekrönt und erhält auf Grund seines umfangreichen Wissen den Beinamen "Wunder der Welt"

  997     -  

20.August Kaiser Otto III. rückt mit einem Heer von Leitzkau kommend ins Havelland vor und verwüstet es, nach mehreren Siegen ist der Slawenaufstand niedergeschlagen.

Sonnenuhr im Dominnenhof (Archiv Chronik)
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Dezember Otto III. zieht mit seinem Heer nach Rom, wo sich ein römischer Patrizier der Herrschaft bemächtigt und den von Otto eingesetzten Papst Gregor V. abgesetzt hat.

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Februar Kaiser Otto III. trifft in Rom ein und übernimmt wieder die Herrschaft.

Kreuzblume auf dem Nordturm des Dom (Archiv Chronik)
  999     -  

07.Februar Mathilde, Äbtissin des Klosters Quedlinburg und Schwester Kaiser Otto II. verstorben.

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17.Dezember Adelheid, zweite Frau Kaiser Otto I. und Großmutter Kaiser Otto III. verstorben.(1092 vom Papst heilig gesprochen)

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