Magdeburg im Nationalsozialismus

die Zeit vom 30.Januar 1933 bis zum 8.Mai 1945

Auf dieser Seite wird die Zeit von '33 bis '45 und die Auswirkungen auf Magdeburg betrachtet. Auch Gesetze, Verordnungen, Reglungen usw., die Magdeburg direkt oder indirekt betrafen, sind mit aufgeführt. Im unteren Teil Personen des Zeitgeschehen in Magdeburg mit kurzen Beschreibungen.

Die (ungeordneten) Zeitungsausschnitte stammem größtenteils aus der Magdeburgischen Zeitung von 1944

1933   30.Januar - Hitler wird durch von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt.
Delikatessengeschäft von EDEKA

  31.Januar - Nach der Machtergreifung Hitlers ziehen die SA und der Stahlhelm mit einem Fackelumzug durch die Stadt zum Domplatz.
  31.Januar - Die KPD ruft zum Generalstreik auf.
  01.Februar - Der Polizeipräsident Ferdinand Freiherr von Nordenflycht verbietet eine Kundgebung der KPD.
Seifenprämien für das Sammeln von Knochen (aus: Magdeburgische Zeitung vom 23.05.1944)
  05.Februar - Die Stadtverordnetenversammlung wird auf Grund einer Verfügung von Göring und von Papen aufgelöst.
  21.Februar - Die sozialdemokratische Volksstimme wird im Wahlkampf zum Reichstag für fünf Tage verboten. Für andere Zeitungen, z.B. die der Kommunisten, gilt ein 14-tägiges Verbot.
Magdeburg ist abwehrbereit (aus: Magdeburgische Zeitung vom 17.05.1944)
  25. - 26. Februar - 15.000 Mitglieder von SA, SS und Hitlerjugend aus dem Gau Magdeburg-Anhalt kommen zu einem Aufmarsch in Magdeburg zusammen. SA-Chef Röhm nimmt den Aufmarsch ab. Der Domprediger Ernst Martin hält bei einem Feldgottesdienst die Predigt.
Seht euch vor! (aus: Magdeburgische Zeitung vom 02.04.1944)

  27.Februar - In Berlin brennt der Reichstag. In Magdeburg werden, wie in ganz Deutschland, Kommunisten und Sozialdemokraten verhaftet. 
  28.Februar - Durch die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) werden die Bürgerrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt. Für die Verkündigung wurde der Reichstagsbrand in der Nacht zuvor zum Anlass genommen. Laut Eingangssatz diente sie angeblich „zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“.
  28.Februar - Bei einer Polizeiaktion werden die Gebäude der "Volksstimme" und der "Tribüne" besetzt, kommunistische Funktionäre verhaftet und Parteibüros verwüstet.
  01.März - Die ersten politischen Gefangenen werden in das Polizeigefängnis eingeliefert. Ihnen wird die "Verbreitung von Schriften" vorgeworfen.
(aus: Magdeburgische Zeitung vom 21.02.1944)

  02. - 04. März - Weitere 8 Verhaftungen von politischen Gegnern erfolgen. Verbreitung von Plakaten, Verteilung verbotener Zeitschriften oder Verteilung kommunistischer Schriften lautet diesmal der Vorwurf. Bis Ende März werden es fast 340 politische Gefangene sein.
Was hier noch gefeiert wird, ist gegen deutsche Städte dann Luftterror! (aus: Magdeburgische Zeitung vom 21.02.1944)

  04.März - SA- und SS-Männer sowie Stahlhelmmitglieder werden zu Hilfspolizeibeamten ernannt.
  04.März - Mehr als 4.000 SA-, SS- und Stahlhelmmitglieder ziehen auf dem Domplatz auf, später marschieren sie mit einem Fackelzug durch die Altstadt.
Parolen zum Luftschutz (aus: Magdeburgische Zeitung vom 18.05.1944)

  05.März - Bei den Reichstagswahlen erhalten die SPD 64.197 Stimmen, die KPD 25.323, die NSDAP 84.509 und die Kampffront "Schwarz-Weiß-Rot" 21.082 Stimmen.
  09.März - SA-Trupps blockieren jüdische Geschäfte und Warenhäuser.
  10.März - Durch SA-Leute werden jüdische Geschäfte geschlossen. Kunden die trotzdem dort einkaufen wollen werden als Verräter beschimpft.
Das >>Braune Haus<< Sitz der GESTAPO

  11.März - Die SA besetzt die Geschäftsstelle des Reichsbanners am Kloster Unser Lieben Frauen (später Sitz der GESTAPO) und das Rathaus. die Schutzpolizei nimmt den Oberbürgermeister Ernst Reuter in Schutzhaft. Bürgermeister Herbert Goldschmidt wird durch die Stadt getrieben und ebenfalls verhaftet. Er wird 1942 nach Riga deportiert und 1943 dort ermordet.
Feldpostbriefe sind keine Stammtischlektüre!  (aus: Magdeburgische Zeitung vom 04.04.1944)

  12.März - Die NSDAP wird bei Neuwahlen zur Stadtverordnetenversammlung mit 28 Sitzen stärkste Kraft. Die SPD erhält 23 Sitze. Der "Kampfblock Schwarz-Weiß-Rot", bestehend aus DNVP, Stahlhelm und Liberale, gewinnt 9 Sitze. Sie unterstützen die NSDAP. Die sechs Sitze der KPD werden aberkannt. Bis zum 29. August werden Sozialdemokraten und bürgerliche Stadtverordnete aus dem Stadtrat ausgeschlossen.
Gesetze zur Luftschutzbereitschaft (aus: Magdeburgische Zeitung vom 13.05.1944)

  13.März - Der Preußische Innenminister Göring beurlaubt den Oberbürgermeister Ernst Reuter. Im Juli wird er auf Grund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen.
Für Plünderer nur eine Strafe (Teil I.)  (aus: Magdeburgische Zeitung vom 07.08.1944)

  18.März - Der Gemeindekirchenrat der Domgemeinde spricht sich für die Entfernung des Barlach-Denkmals aus dem Dom aus.
  20.März - In Dachau wird das erste KZ zur Internierung von politischen Gegnern der Nationalsozialisten eingerichtet. Bis 1945 werden Millionen Menschen inhaftiert und umgebracht.
  21.März - SA- und SS-Truppen marschieren mit einem Fackelzug auf den Alten Markt, stellen das Alte Rathaus unter Bewachung und setzen den SA-Standartenführer Max Schulze als kommissarischen Oberbürgermeister ein.
Für Plünderer nur eine Strafe (Teil II.)  (aus: Magdeburgische Zeitung vom 07.08.1944)

  24.März - Der von den Abgeordneten der KPD bereinigte Reichstag verabschiedet mit Stimmen der Liberalen (DVP), Zentrum und der Deutschen Staatspartei das von Hitler eingebrachte Ermächtigungsgesetz. Der Braune Terror wird legalisiert.
  25.März - Fritz Markmann von der NSDAP wird als kommissarischer Oberbürgermeister eingesetzt.
Der NSDAP-Oberbürgermeister Markmann (aus: Magdeburgische Zeitung)

  Ende März - Jüdischen Ärzten werden die kassenärztlichen Zulassungen entzogen und sie werden aus den Krankenhäusern der Stadt entfernt.
  April - Magdeburg hat 308.041 Einwohner.
  01.April - In Magdeburg werden jüdische Geschäfte, wie die Kaufhäuser der Gebr. Barasch, von Cohn und Wertheimer, nach einem reichsweitem Aufruf boykottiert.
  02.April - In der Nacht zum 03.April besetzen SS-Trupps des Sturms 1/21 das Druckhaus der Volksstimme wegen dem Vorwurf der illegalen Herstellung von Flugblättern.
Todesstrafe für Rundfunkverbrecher (aus: Magdeburgische Zeitung vom 04.04.1944)

  04.April - Eine Meldung aus einem Polizei-Mitteilungsblatt besagt: "Das Polizeigefängnis ist mit politischen Schutzhäftlingen vollbelegt. Die Aufnahme auswärtiger Häftlinge ist zur Zeit nicht mehr möglich."
  05.April - Auf dem Domplatz werden Bücher und Schriften der SPD verbrannt.
  06.April - In Puppendorf an der Berliner Chaussee und im Stadion Neue Welt kommt es nach einem Hinweis auf Waffenlager der KPD zu einer Großrazzia durch Schutzpolizei und Verbänden aus SA und SS. Gefunden wird nichts.
Der Justizpalast an der Halberstädter Straße

  07.April - Mit Verabschiedung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums werden jüdische und politisch andersdenkende Beamte aus dem öffentlichen Dienst entfernt. Markmann weist die Ämter und Betriebe der Stadt an, die Geschäftsbeziehungen zu jüdischen Betrieben und Rechtsanwälten einzustellen.
  11.April - Im Justizpalast an der Halberstädter Straße fällt eine Menschenmenge über jüdische Rechtsanwälte her.
Das Gerichtsgefängnis

  24.April - Die Zentrale und die Druckerei der Wachturm Bibel- und Traktatgesellschaft wird von der SA besetzt. 
  29.April - Göring gibt die Gründung des "Reichsluftschutzbundes" bekannt und fordert das alle "vaterlandliebenden Männer und Frauen" diesem beitreten bzw. aktiv unterstützen. Magdeburg gehört organisatorisch zur Landesgruppe "Provinz Sachsen und Anhalt e.V.".
Gleichschaltung der Handwerkskammer (aus: Magdeburger Generalanzeiger vom 11.04.1933)

  29.April - Die ersten 39 Häftlinge aus dem Polizeigefängnis werden in das provisorische Schutzhaftlager der Wasserschutzpolizei im Zollhafen verlegt.
  30.Mai - Sieben Schutzhäftlinge werden aus dem Polizeigefängnis in das Stadion "Neue Welt" verlegt.
  Anfang Mai - Die Dienststelle der Staatspolizeistelle (Gestpo)Geheime Staatspolizei Magdeburg wird im Polizeipräsidium Halberstädter Straße eingerichtet..
Verrat (aus: Magdeburgische Zeitung vom 07.08.1944)

  01.Mai - Reinhold Julius, Mitglied im Widerstand, hisst auf dem Sportplatz von Fermersleben (heute Platz der Freundschaft) eine rote Fahne. 1937 wird er wegen Hochverrat vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 31. Juli 1937 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
  02.Mai - Nachdem die Nationalsozialisten die Gewerkschaften gleichgeschaltet haben, wird das Gewerkschaftshaus am Ratswaageplatz beschlagnahmt.
  04.Mai - Der SA-Gruppenführer der Gruppe Mitte, Konrad Schragmüller, wird kommissarischer Polizeipräsident von Magdeburg.
  30.Mai - Im Stadion "Neue Welt" wird durch die SA in der Anlage des Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold ein Schutzhaftlager eingerichtet und die ersten Schutzhäftlinge dorthin verlegt.
  08.Juni - Oberbürgermeister Ernst Reuter wird wiederholt in Schutzhaft genommen und in das Polizeigefängnis gebracht. Von dort wird er am 12. August in das KZ Lichtenburg überführt.
  15.Juni - Stadtbaurat Johannes Göderitz wird von den Nazis aus seinem Amt entfernt.
Sprengkörper explodierte, Kinder verletzt (aus: Magdeburgische Zeitung vom 11.04.1944)

  22.Juni - Reichsinnenminister Wilhelm Frick verbietet reichsweit die SPD als „volks- und staatsfeindliche Organisation“.
  24.Juni - Die Zeugen Jehovas werden reichsweit verboten.
  24.Juni - Nach dem Verbot der SPD werden in Magdeburg die Funktionäre verhaftet und in den "Schutzhaftlagern" interniert.
  25.Juni - Der Jungstahlhelm marschiert auf dem Domplatz auf. Reichsminister Franz Seldte, 1918 Gründer des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, ist einer der Gäste.
Das Barlach-Denkmal im Dom (Archiv Chronik)

  28.Juni - Die Druckerei der Wachturm Bibel- und Traktatgesellschaft wird geschlossen, die Unterlagen beschlagnahmt und verbrannt.
  Juli - In der Landwehrstraße (heute Virchowstraße) wird in einer Kaserne der Schutzpolizei ein provisorisches Schutzhaftlager (Hilfspolizeigefängnis Schroteplatz) errichtet.
  05.Juli - Die ersten Häftlinge werden in das Lager Landwehrstraße überstellt.
  06.Juli - Fritz Markmann wird durch die verbliebenen Stadtverordneten der NSDAP zum Oberbürgermeister gewählt.
  06.August - Zum ersten Mal werden Schutzhäftlinge aus dem Polizeigefängnis in Sudenburg in das KZ Lichtenburg überstellt.
    29.August - Die Stadtverordnetenversammlung wird von sozialdemokratischen und bürgerlichen Stadtverordneten bereinigt. Kommunistische Mandate wurden schon vorher aberkannt.
    05.September - Die ersten Häftlinge werden aus dem Polizeigefängnis in das KZ Brandenburg überstellt.
    07.November - Die ersten Überstellungen von Häftlingen aus dem Polizeigefängnis in das KZ Sonnenburg.
    01.Dezember - Curt von Ulrich, SA-Obergruppenführer übernimmt, nachdem er seit September vertretungsweise amtierte, das Amt des Oberpräsidenten der preußischen Provinz Sachsen. (bis 1944)
1934   01.April - Die Staatspolizeileitstelle wird aus der Polizeiverwaltung herausgelöst und die Staatspolizei eine selbstständige Dienststelle.
Das Fachwerkhaus in der Kreuzgang-/Ecke Poststraße

  23.Mai - Schragmüller wird zum regulären Polizeipräsidenten ernannt.
  30. Juni - Der Polizeipräsident und SA-Gruppenführer Schragmüller wird im Zuge der Röhm-Affäre verhaftet und am 01.Juli in Berlin von einem SS-Kommando erschossen.
  23.Juli - Carl Christiansen aus Harburg wird zum Polizeipräsidenten bestellt.
  02.August - Reichspräsident von Hindenburg gestorben.
  02.August - Auf dem Domplatz findet eine Gedenkfeier zum 20.Jahrestag des Beginns des 1.Weltkrieges statt. Die in Magdeburg stationierte Wehrmacht wird dabei auf Hitler vereidigt.
  07.August - Auf Betreiben von Walter Greischel, Direktor des Kaiser-Friedrich-Museum, und des Dompredigers Ernst Martin, wird die Entfernung des Barlach-Denkmals aus dem Dom verfügt.
Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges von Ernst Barlach im Dom

  09.August - Das Denkmal von Ernst Barlach wird aus dem Dom entfernt
  September - Die erste großangelegte Luftschutzübung findet an drei Tagen in Magdeburg statt.
  Oktober - Die 13. Infanterie-Division wird unter dem Decknamen "Infanterieführer IV" in Magdeburg aufgestellt.
  Dezember - Durch eine Verfügung des RLMReichsluftfahrtministerium muss der Flughafen Ost an die Landesfliegergruppe XIII. übergeben werden.
  01.Dezember - Die neue "Brücke der Magdeburger Pioniere" (nach 1950 "Brücke des Friedens") wird eingeweiht.
1935   04.März - Die Stadtverwaltung beschließt die Errichtung eines Zigeunerlager vor der Stadt.
    16.März - Die Wehrpflicht wird wieder eingeführt. Dauer: 2 Jahre.
    01.April - Die Zeugen Jehovas werden Deutschlandweit verboten. Die Zentrale der Zeugen Jehovas, die seit 1923 ihren Sitz in Magdeburg hatte, wird aufgelöst und deren Vermögen beschlagnahmt.
    Mai - Zwischen der Ebendorfer Chaussee und dem Holzweg in Nordwest wird durch die Stadt das rund 3000 m² große "Zigeunerlager" angelegt. 1939 wird daraus ein Sonderlager der SS. Am 01.März 1943 wird es aufgelöst, die 470 Bewohner werden in das „Zigeunerlager Auschwitz“ deportiert.
    21.Mai - Neufassung des Wehrgesetzes. Juden sind nun vom Wehrdienst ausgeschlossen.
    Juli - Die Junkers Motorenwerke AG eröffnen ein Zweigwerk in der Neustadt. Auf über 350 Hektar werden Flugzeugmotoren, Luftschrauben und ab April 1936 Düsentriebwerke für die ME 262 hergestellt. Mit 15.500 Beschäftigten wird es der größte Rüstungsbetrieb in Magdeburg.
    15.September - Die Nürnberger Rassegesetzezum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“ werden erlassen.
    17./18. November - Auf Anordnung des Luftschutzkommandos II müssen Selbstschutz- und Werkluftschutzübungen durchgeführt werden. Diese werden am 28./29. November wiederholt.
    13.Dezember - Die "Industrie- und Handelskammer Magdeburg" wird in "Wirtschaftskammer für den Wirtschaftsbezirk Mitteldeutschland" umbenannt. Ab 1936 dann "Wirtschaftskammer Mittelelbe".
1936   04.Januar - Der Flugplatz Süd wird übergeben.
    23.Februar - Vor dem Dom wird das "SA-Ehrenmal" eingeweiht.
    17.Juni - Durch Führererlass wird Himmler Chef der deutschen Polizei (Reichsgesetzblatt 1936 I)
    Juli - Das BRABAGBraunkohle-Benzin AG, Unternehmen zur Kohlehydrierung und zur Herstellung von Synthetischen Benzin-Werk im Industriegebiet Rothensee nimmt die Produktion auf.
    20.Juli - Grundsteinlegung für das Danziger Dorf (heute die Siedlung zwischen Loitscher- , Bertinger- und Wenddorferstraße). Die Wohnungen wurden in einfachster Ausführung errichtet. Sie hatten keinen Wasseranschluss und keine Bäder, Toiletten waren in kleinen Stallgebäuden als Plumpsklo untergebracht und mussten von mehreren Familien genutzt werden.
    24.Juli - Nachdem 1935 die Zeugen Jehovas reichsweit verboten worden sind, werden 16 von ihnen von der Gestapo verhaftet und in das Polizeigefängnis eingeliefert. Bis zum Jahresende werden 40 weitere Zeugen Jehovas verhaftet.
    August - Durch 100.000 Hitlerjungen aus dem Raum Mittelelbe wird die Belagerung und Erstürmung der Stadt im Jahre 1631 nachgespielt.
    15.November - Im Danziger Dorf an der Ebendorfer Chaussee werden die ersten Wohnungen bezogen.
1937     - In Rothensee wird das Werk der Braunkohle-Benzin-AG (BRABAG) eingeweiht. Dort wird aus Braunkohle synthetisches Benzin hergestellt.
    08.Januar - Durch eine Anordnung von Heydrich wird die Staatspolizei in die Staatspolizeileitstelle überführt.
    10.Januar - Die Autobahnbrücke bei Hohenwarthe wird übergeben und damit der Verkehr auf der Autobahn Magdeburg - Berlin eröffnet.
    31.Juli - Reinhold Julius wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet (siehe 01.Mai 1933)
    14.September - Eine Alarmierungsübung im Luftschutzort Magdeburg bringt nicht den erwünschten Erfolg. Der Polizeipräsident berichtet, es sei nicht gelungen "luftschutzmäßiges Verhalten" auszulösen.
    20. - 26.September - Eine Woche der Luftschutz- und Verdunklungsübung führt zum selben Ergebnis wie am 14.September.
    Dezember - Am alten Wehrturm Kiek in de Köken entsteht ein "Ehrenmal der Alten Garde von Magdeburg". Dort sollten 65 Träger des Goldenen Parteiabzeichens ihre letzte Ruhestätte finden. Der Turm wird zu einer Fahnenhalle umgebaut.
    01.Dezember   SS-Brigadeführer Andreas Bolek wird kommissarischer Polizeipräsident. Ab 18.November 1938 vollständige Amtsübertragung.
1938     - Die Nikolaikirche am Domplatz wird als Zeughaus und Erinnerungsstätte neu eröffnet.
    10.Februar - Im Stadtrat wird beschlossen das innerhalb der Lindenhofsiedlung 345 Häuser für "alte SA-Mäner und verdiente Kämpfer" errichtet wird. Die Vergabe der Häuser wird durch die Oberste SA-Führung in München bestätigt.
    31.März - In Magdeburg leben 327.394 Menschen.
    01.April - In der Kleinen Schulstraße werden zwei Sammelklassen für jüdische Schüler eingerichtet um diese von den übrigen Schülern abzusondern. Magdeburg ist damit die erste Stadt in Deutschland die solch eine Schule errichtet. Die Kosten für die "Schule" muß die jüdische Gemeinde tragen.
    21.- 27.April - Während der von Himmler befohlenen "Aktion Arbeitsscheu Reich" werden 70 Männer inhaftiert. 27 von ihnen kommen am 21.Mai in das KZ Buchenwald.
    01.Juni - Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei, ordnet an, dass jede Kriminalpolizeistelle vom 13. bis 18. Juni mindestens 200 männliche arbeitsfähige Personen in polizeiliche Vorbeugehaft zu nehmen hat.
    11. bis 18.Juni - Die Kriminalpolizei von Magdeburg setzt den Befehl von Heydrich um und inhaftiert 118 Personen. Der Großteil von ihnen wird in den folgenden Tage in verschiedene Konzentrationslager deportiert.
    13.Juni - 38 Männer aus dem "Zigeunerlager" am Holzweg werden in das Polizeigefängnis überführt.
    14.Juni - 11 Juden, die auf Grund des Heydrich-Erlass vom 01.Juni verhaftet wurden, werden in das KZ Buchenwald überstellt. Auch 22 am Vortag verhaftete Männer aus dem Zigeunerlager sind mit auf dem Transport.
    17.Juni - Sechs Sinti und Roma werden in das KZ Sachsenhausen deportiert.
    20.Juni - 31 wegen der "Aktion Arbeitsscheu Reich" verhaftete werden in das KZ Sachsenhausen überführt.
    25.Juni - Durch den Erlass der "Vierten Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ wird den jüdischen Ärzten mit Wirkung vom 30. September 1938 an die Approbation entzogen.
    30.Juni - Nach einer Verfügung des Oberbürgermeisters werden die zivilen Luftschutzaufgaben dem Büro für Wehrmachtsangelegenheiten übertragen.
    27.September - Die Fünfte Verordnung zum Reichsbürgergesetz tritt in Kraft. Damit wird jüdischen Rechtsanwälten die Zulassung entzogen.
    06.Oktober - Die polnische Regierung erlässt eine Verfügung, wonach Pässe von Polen im Ausland ohne spezielle Einreisegenehmigung zum 01.November ungültig werden.
    27. - 28.Oktober - In einer "Polenaktion" werden 132 polnische Juden verhaftet und am 28.Oktober nach Polen abgeschoben.
    29.Oktober - Nochmals werden drei Polen verhaftet und sofort abgeschoben.
    09.November - Reichspogromnacht. Auch in Magdeburg werden die jüdische Synagoge, der Friedhof und zahlreiche Geschäfte geplündert und zerstört. Ein großer Teil der Juden wird in das KZ Buchenwald deportiert und ermordet. Insgesamt verlieren 1521 Magdeburger Juden während der Zeit des Faschismus ihr Leben (darunter 287 Kinder). 1946 leben nur noch 119 Juden in Magdeburg, gegenüber fast 2000 im Jahre 1900.
    10.November - Die Stadt Magdeburg, der Stadtkreis Burg sowie die Landkreise Jerichow I. und II. werden aus dem Luftgaukommando XI. Hannover ausgegliedert und dem Luftgaukommando III. in Berlin angeschlossen.
    10./11.November - Nach den Pogromen werden 230 Juden in das Polizeigefängnis eingeliefert und bis zum 12.November in das KZ Buchenwald deportiert.
    12.November - Mit der Verordnung zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben wird es Juden verboten Geschäfte oder Betriebe zu führen. Durch die "Arisierung" konnten sich die deutschen Neu-Besitzer billig bereichern. Außerdem wird Juden verboten am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Theater oder Kinos zu besuchen ist verboten. Auf Märkte aller Art, Messen oder Ausstellungen Waren oder gewerbliche Leistungen anzubieten, dafür zu werben oder Bestellungen darauf anzunehmen ist verboten
    November - Dr. Martin Nathusius übernimmt in seiner Eigenschaft als Vizepräsident der Industrie- und Handwerkskammer die "Arisierung" jüdischen Eigentums.
    03.Dezember - Mit der Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens wird jüdischen Gewerbetreibenden auferlegt ihren Betrieb zu schließen oder zu verkaufen. Geschieht das innerhalb einer bestimmten Frist nicht wird ein Treuhänder eingesetzt. Die Kosten hat der ehemalige Besitzer zu tragen. Das gleiche gilt für Immobilien, Kunstgegenstände oder sonstige Vermögenswerte. Die Verfügung über die verbliebenen Ersparnisse wird eingeschränkt und unterliegt der Kontrolle der staatlichen Stellen.
    18.Dezember - Reichsarbeitsminister Seldte eröffnet das in der ehemaligen Nikolaikirche eingerichtete Zeughausmuseum als "Symbol des alten Frontkämpfergeistes".
1939     - 336.838 Einwohner hat Magdeburg
      - Im Frühjahr wird die Ruine der am 9.November 1938 von den Nazis zerstörte Alten Synagoge gesprengt.
    17. Januar - Durch die „Achte Verordnung zum Reichsbürgergesetz“ wird jüdischen Zahnärzten, Tierärzten und Apothekern die Berufsausübung verboten.
    23.Mai - Die Verordnung über die Verdunklungspflicht bei Nacht tritt in Kraft. Alle Lichtaustrittsquellen mussten so abgedeckt werden, das auf 500 Meter kein Lichtschein mehr zu sehen war. Zuwiderhandlungen wurden schwer bestraft.
    09.Juni - Die Oberfinanzdirektion Magdeburg lässt eine "Liste der wohlhabenden Juden" erstellen. Diese soll sicherstellen, dass die Nazis eine Übersicht über die Vermögensverhältnisse der Juden erhalten, da nach "Ausreise" (Deportation) aus dem Deutschen Reich die Vermögen eingezogen werden.
    14.Juni - Der Polizeipräsident von Magdeburg erlässt eine Polizeiverordnung, in der Juden das Betreten von Theater, Kinos, Gaststätten und Hotels verboten wird.
    04.Juli - Die Gemeindeleitung und -verwaltung der Magdeburger jüdischen Gemeinde wird durch die Zwangsgründung der "Reichsvereinigung der Juden in Deutschland" unter Gestapoaufsicht gestellt.
    11.August - Die Magdeburger werden aufgefordert sich von heute ab "Luftschutzmäßig" zu verhalten.
    28.August - Infolge des bevorstehenden Krieges werden Lebensmittelkarten eingeführt.
    01.September - Mit dem Einmarsch in Polen beginnt Deutschland den zweiten Weltkrieg
    September - Das Zigeunerlager am Holzweg wird in ein Sonderlager der SS umgewandelt.
    September - Durch die Einberufung der Männer zum Kriegsdienst werden immer mehr Frauen für kriegswichtige Aufgaben eingestellt.
    04.September - Die Kriegswirtschaftsverordnung tritt in Kraft. Durch sie werden Kriegssteuern eingeführt, Zuschläge für Überstunden, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit gestrichen, Preise eingefroren, Arbeitszeitbegrenzungen aufgehoben usw. Gleichzeitig werden dadurch Kriegswirtschaftsverbrechen wie Schwarzschlachtungen, Hamstern, Lebensmittelkartenbetrug und ähnliches unter Kriegsrecht gestellt und mit der Todesstrafe bedroht.
    15.September - Der Straßenbahnverkehr wird eingeschränkt. Die Nachtzüge fallen teilweise weg.
    25.September - Es werden neue Lebensmittelkarten ausgegeben, die in sechs Kategorien unterteilt sind. Kinder bis sechs Jahren erhalten besondere Fleisch- und Fettkarten, Kinder bis zehn Jahre besondere Brotmarken, Kinder von sechs bis vierzehn gesonderte Fettkarten. Alle männlichen Personen ab 17 eine gesonderte Seifenkarte. Insgesamt gab es 14 verschiedene Karten die verteilt werden mussten.
    17.Oktober - Auf Anweisung vom SS-Chef Himmler verfügte das RSHAReichssicherheitshauptamt in einem Schnellbrief an die Kriminalpolizeileitstellen "binnen kurzem im gesamten Reichsgebiet die Zigeunerfrage im Reichsmaßstab grundsätzlich“ zu regeln. Die später festzunehmenden Zigeuner seien bis zu ihrem endgültigen Abtransport in besonderen Sammellagern zu internieren. Die Anweisung wird später als Festsetzungserlaß bezeichnet.
    25.Oktober - Auf Grund des Festsetzungserlaß dürfen Sinti und Roma die Stadt nicht mehr verlassen,
    01.November - Reichskleiderkarten werden eingeführt
    02.Dezember - An der Brücke der Pioniere wird eine von Frank Mehnert geschaffene Statue als Denkmal für die Magdeburger Pioniere aufgestellt. Modell dafür hatte Claus Schenk Graf von Stauffenberg gestanden. Am 26.März 1942 wird es von Antifaschisten in der Elbe versenkt.
1940     - Magdeburg zählt 335.000 Einwohner
      - Der "Rassehygieniker" Dr. Robert Ritter begutachtet das Zigeunerlager am Holzweg. Seine Gutachten entschieden über die Zwangsmaßnahmen gegenüber den Sinti und Roma bis hin zur Deportation ins Vernichtungslager Auschwitz.
    10.Februar - Die 295. Infanterie-Division (295. ID) wird in Magdeburg aufgestellt. Bei der Besetzung von Polen (Galizien) und dem Angriff auf die Sowjetunion (bei Kiew) war die Division an Kriegsverbrechen beteiligt.
    06.Juni - Auf Anordnung des Luftverteidigungs-Kommandos I. müssen ab sofort in öffentlichen Gebäuden und in Betrieben ständig Feuerschutz- und Brandwachen sowie Sanitätskräfte einsatzbereit sein.
    16.Juli - Der erste Luftalarm wird in der Zeit von 2:12 Uhr bis 2:30 Uhr in Magdeburg ausgelöst. Die Stadt wird aber noch einmal verschont, sie ist nicht als Ziel ausersehen.
    21/22.August - Der erste Angriff britischer Bomber auf Magdeburg erfolgt. Es gibt die ersten Toten und Verwundete zu beklagen (3 Tote - 7 Verletzte). Zerstört werden unter anderem Wohnhäuser in der Otterslebener- und Jordanstraße, Gebäude und Gleise im Bahnhof Sudenburg, der Schlachthof, die "Halle Stadt und Land", die Eisenbahnstrecke Magdeburg-Stendal. Dort entgleiste ein Güterzug, der Lokführer wurde schwer verletzt.
        Insgesamt wird Magdeburg rund 40 mal von alliierten Verbänden bombardiert. Dabei werden von über 5.000 alliierten Bomber rund 12.000 Tonnen Bomben abgeworfen.
    23.August - Wichtige Rüstungsbetriebe werden, um den Produktionsablauf nicht zu stören, aus der allgemeinen Alarmierung herausgenommen.
    01.September - In einem Bericht wird festgestellt, dass "bei Beginn des uns aufgezwungenen Freiheitskampfes" in allen stadteigenen Gebäuden die Luftschutzkräfte in wenigen Stunden einsatzbereit sind.
    10.Oktober - Ein Sofortprogramm für bombensichere Bunker wird von Hitler angeordnet. In Magdeburg entstehen bis Mitte 1941 folgende Bunker:
        - Pfeilerbunker an der Stromelbe (1755 Liegeplätze)
        - Bunker am Ernst-vom-Rath-Platz (Jakobikirchplatz (nicht mehr vorhanden), 342 Liegeplätze)
        - Hochbaubunker Friedrichsbad (480 Liegeplätze)
        - Tannenbergplatz (Platz am Stadttheater, überbaut) 324 Liegeplätze)
        - Nicolaiplatz (292 Liegeplätze)
        - Hochbunker Nordfriedhof (613 Liegeplätze)
        - Körnerplatz (heute: Schellheimerplatz, 504 Liegeplätze)
        - Am Stadttheater (200 Liegeplätze, 1800 Sitzplätze)
        - im Handelshafen (72 Liegeplätze, 78 Sitzplätze)
        - am Güterbahnhof (30 Liegeplätze, 270 Sitzplätze)
        Weitere Bunker gab es in den Krankenhäusern Sudenburg und Altstadt (bombensichere Operationsbunker) sowie in der Landesfrauenklinik.
        Insgesamt reichten die Bunkerplätze nicht einmal für 2% der Bevölkerung.
    22.Oktober - Für das gesamte Reichsgebiet ergeht die Weisung, dass mindestens 10 Minuten vor dem wahrscheinlichen Eintreffen von Feindflugzeugen am Ort zu alarmieren ist.
    16.Dezember - Der zweite Bombenangriff fordert 9 Menschenleben, 24 werden verletzt. Ziel sind die Krupp-Gruson-Werke, Eisenbahnanlagen in Salbke. Getroffen werden Wohngebiete in Buckau und Neustadt.
1941   01.April - Die "Zweite Säuglingskarte" wird eingeführt. Damit konnten für Säuglinge wichtige Materialien eingekauft werden.
    18.April - Ein erneuter Bombenangriff fordert 12 Tote und 37 Verletzte. Es ist der erste Angriff des Jahres 1941. Zerstört werden Wohnhäuser in der Braunehirschstraße, Beaumontstraße (Erzbergerstraße) und der Venedischenstraße (existiert nicht mehr).
    31.März - Magdeburgs Einwohnerzahl beträgt 346.030
    31.März - Nach einer Zählung der Stadtverwaltung wohnen noch 511 Juden in 289 Familien in Magdeburg. 189 davon bei "arischen" Hausbesitzern.
    31.Juli - Auf einer Beratung der Stadtverwaltung muss der Stadtbaurat Götsch darüber informieren, dass das Bunkerbauprogramm, das 1940 begonnen und in deren Folge 13 Bunker mit einem Fassungsvermögen von rund 6700 Plätzen gebaut wurden, nicht weitergeführt wird. Vier Hochbunker mit jeweils 1000 Plätzen kamen so nicht mehr zur Ausführung.
    13.August - Der zweite Angriff des Jahres fordert 7 Tote und 22 Verletzte. 15 Maschinen greifen Magdeburg an und zerstören Wohnhäuser im Westernplan.
    19.September - Durch eine Polizeiverordnung werden die Juden in Deutschland verpflichtet einen gelben Davidstern „sichtbar auf der linken Brustseite des Kleidungsstückes“. zu tragen.
    10. Oktober - Von einem Sondergericht werden zwei Männer zum Tode verurteilt und hingerichtet. Sie haben unter Ausnutzung der Verdunklung Diebstähle begangen.
1942     - Zum Schutz vor Fliegerangriffen werden Kunstwerke aus dem Dom nach Erxleben ausgelagert. Darunter befinden sich der Flügelaltar der Nikolauslegende und das historische Chorgestühl. Dieses wird erst 1954 im Austausch gegen Teile des Braunschweiger Gildehauses in den Dom zurückkehren.
      - Auf dem Gelände des Sportplatz Tonschacht wird für die Fahlberg-List AG das Zwangsarbeiterlager Diana errichtet. 350 Zwangsarbeiter aus 8 Ländern müssen für die Fahlberg-List AG, die als kriegswichtiger Wehrmachtsbetrieb galt, Zwangsarbeit leisten.
    18.Januar - Auf Grund des Krieges werden Einschränkungen des Personenverkehrs bei der Deutschen Reichsbahn wirksam. Züge von Magdeburg nach Halle, Leipzig, Dessau, Güsten und Wolmirstedt sind davon betroffen. Nur der Verkehr auf der Strecke Magdeburg - Berlin wird unverändert durchgeführt.
    26.März - Das "Denkmal für die Magdeburger Pioniere" wird von Antifaschisten vom Sockel gestürzt und in der Elbe versenkt.
    07.April - In einer Sitzung des britischen Kriegskabinetts wird eine Aufstellung der Städte vorgenommen, gegen die Flächenbombardements geplant werden sollen. Magdeburg steht an zweiter Stelle.
    14.April - Ein erster großer Transport Magdeburger Juden geht geht in Richtung Warschau. Dort im Ghetto bleiben sie bis zum Sommer. Dann werden sie in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und noch am Tag ihrer Ankunft ermordet.
    30./31.Mai - Köln erlebt den ersten, bis dahin nicht für möglich gehaltenen, Tausend-Bomber-Angriff.
    04.Juli - Auf Grund einer Weisung müssen alle Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sowie Frauen mit Kindern unter 14 Jahren rund um die Uhr den Bereitschaftsdienst zur Sicherung öffentlicher Gebäude bei Luftgefahr übernehmen.
    08.Oktober - Die ersten Kunstschätze werden aus dem Kaiser-Friedrich-Museum ausgelagert. Sie werden an einem geheimen Ort untergebracht. (viele werden in Folge von Plünderung und Diebstahl verlorengehen)
    18.November - 73 Juden werden nach Theresienstadt in das "Altersghetto" deportiert.
    25.November - Wieder werden 76 Juden auf den Transport nach Theresienstadt gebracht.
    02.Dezember - 70 weitere Juden werden nach Theresienstadt deportiert.
    16.Dezember - Himmler ordnet mit dem Auschwitz-Erlass die Deportation aller innerhalb des Deutschen Reichs lebenden Sinti und Roma zur Vernichtung nach Auschwitz an.
1943     - 330.238 Einwohner hat Magdeburg
    Januar - Die Magdeburger Polizei erhält Informationen über die bevorstehende Auflösung des Zigeunerlagers und beginnt mit der organisatorischen Vorarbeit.
    15.Februar - Erstmals werden in Magdeburg Gymnasiasten als Flakhelfer eingezogen.
    18.Februar - Goebbels ruft zum totalen Krieg auf.
    22.Februar - Nach einem am 09.Februar erfolgten Erlass werden die noch in Magdeburg lebenden Juden aufgefordert sich in der Prälatenstraße einzufinden, da sie für einen "abgehenden Transport" vorgesehen sind.
    23.Februar - In einem Transport, der von Berlin in das Vernichtungslager Auschwitz geht, sind mindestens 46 Magdeburger.
    01.März - Das Magdeburger Sammellager der SS am Holzweg wird von Polizei und Gestapo umstellt und aufgelöst, alle dort inhaftierten Sinti und Roma werden zur Vernichtung in das KZ Auschwitz verschleppt. Die meisten der rund 500 Männer, Frauen und Kindern werden im dortigen "Zigeunerlager" von den Nazis ermordet.
    22.Oktober - Fünf Männer und zwei Frauen werden in das Zigeunerlager Auschwitz deportiert.
    November - Oberbürgermeister Markmann ordnet die Schaffung eines Kriegssachschädenamtes an.
    06.Dezember - Vom Oberpräsidenten der Provinz Sachsen wird eine Sonderverfügung erlassen, in dem durch den Reichsverteidigungskommissar Jordan die teilweise Evakuierung von Magdeburg angeordnet wird. 70.000 Personen, darunter 40.000 Kinder, sollen aus der gefährdeten Stadt in die umliegenden Dörfer evakuiert werden.
    08.Dezember - Die Deutsche Reichsbahn muss Personen- und Güterwagen für die Evakuierung bereitstellen.
    29.Dezember - Nach zwei Jahren ohne Bombenangriff erfolgt ein neuer Angriff. 8 Bomber werfen rund 6 Tonnen Brand- und Sprengbomben ab.
1944     - 330.731 Einwohner hat Magdeburg
    10.Januar - 16 Juden werden nach Theresienstadt deportiert. Das ist der letzte Transport ins "Altersghetto".
    11.Januar - Bei einem Tagesangriff englischer Bomber werden die Junkerswerke in der Neustadt bombardiert. Getroffen werden auch die Wohngebiete in der Neustadt. Es ist der sechste Bombenangriff auf Magdeburg.
    21. - 22. Januar - Nachdem in der Nacht ein schwerer Bombenangriff erfolgte, der 112 Toten und 271 Verletzte fordert, werden in der Zeit vom 09. bis 19. Februar Teile der Bevölkerung aus Magdeburg evakuiert. Bei diesem Angriff werden unter anderem die Pfeifferschen Stiftungen, das Wasserwerk Buckau und Prester schwer getroffen schwer getroffen.
    Februar - Alle Bewohner, die aus Gründen der Arbeit und des Luftschutzes in der Stadt bleiben müssen, erhalten einen gesonderten Ausweis.
    22.Februar - Der achte Bombenangriff ist der erste Tagesangriff amerikanischer Bomber auf Magdeburg. Dieser fordert 41 Tote und 194 Verletzte.
    25.März - Im Kaiser-Friedrich-Museum wird eine Wanderausstellung "Der Luftterror" eröffnet. Die Ausstellung soll einen Überblick über die "unmenschliche Kriegsführung" der Alliierten vermitteln. Die Terrorangriffe auf London, Rotterdam und andere Städte durch die Deutsche Luftwaffe werden da wohl nicht erwähnt worden sein.
    01.April - Durch einen „Erlaß des Führers über die Aufgliederung der Provinz Sachsen“ wird die preußische Provinz Sachsen zum 1. Juli 1944 aufgelöst. Die Provinz Magdeburg mit Sitz in Magdeburg wird gebildet. Oberpräsident wird der NSDAP-Gauleiter Rudolf Jordan.
    19.April - In einer Beratung des Präsidenten des Regierungsbezirkes Magdeburg wird festgelegt, dass zum Schutz der Arbeitskräfte die Betriebsangehörigen ihre Werke bei Bombenangriffe verlassen dürfen.
    27.April - Auf Weisung von Oberbürgermeister Markmann wird der Luftschutzwachdienst durch alle Einwohner durchgeführt, die zwischen 15 und 70 Jahre alt sind.
    11.Mai - Unter dem Motto "Kampf dem Terror" wird vom Gauleiter Jordan eine Luftschutzwoche eröffnet.
    28.Mai - 24 Tote und 72 Verletzte fordert ein erneuter Tagesangriff.
    09.Juni - Rüstungsminister Albert Speer und die deutsche Flugzeugindustrie verständigen sich auf den Einsatz von 20.000 zusätzlichen weiblichen KZ-Häftlingen in der Kriegswirtschaft.
    13.Juni - Bei einer Zusammenkunft zwischen dem Arbeitseinsatzführer des KZ Buchenwald, SS-Hauptsturmführer Albert Schwartz, und leitenden Mitarbeitern der BRABAG wird die Gründung des KZ-Außenlagers Magdeburg-Rothensee (Lager Magda) beschlossen.
Gedenkstätte an das KZ-Lager des Polte-Werkes

  14.Juni - Als Außenlager des KZ Ravensbrück wird in der Polte-Straße (Liebknechtstraße) das Polte-Lager für Frauen errichtet. In dem Lager werden bis zur Auflösung 3090 Häftlinge inhaftiert. Rund 3600 Häftlinge müssen im Polte-Werk arbeiten.
  17.Juni - 900 jüdische Häftlinge werden aus Buchenwald nach Magdeburg deportiert.
Gedenkstätte an das KZ-Lager des Polte-Werkes

  18.Juni - Für die BRABAG wird in Magdeburg-Rothensee das erste KZ-Außenlager (Lager Magda) eingerichtet. 800 Häftlinge, in der Mehrzahl Juden aus Ungarn, kommen aus dem Stammlagern von Auschwitz und Buchenwald. Ein viertel Jahr später sind es schon 1829 Häftlinge. 550 von ihnen verlieren dort das Leben.
    20.Juni - Wieder erfolgt ein Tagesangriff der 48 Tote und 148 Verletzte fordert.
    29.Juni - Aus dem Lager Magda der BRABAG werden 59 Häftlinge als "arbeitsunfähig" in das KZ Buchenwald deportiert.
    29.Juni - Die Bismarck-Schule wird bei einem Bombenangriff von Phosphor- und Brandbomben getroffen und schwer beschädigt. 92 Menschen verlieren bei dem Bombenangriff ihr Leben und 291 werden verletzt.
    29.Juni - Der Betriebsführer der Poltewerke gibt bekannt, dass ausfallende Arbeitszeit wegen Fliegeralarm nachgearbeitet werden muss.
    30.Juni - Der Betriebsführer der Poltewerke präzisiert die Bekanntgabe vom Vortag und erklärt, dass Pausen nach Alarm entfallen, da man im Schutzraum genügend Zeit habe das Frühstück einzunehmen.
Gedenkstätte an die Opfer des Faschismus

  09.Juli - 28 Widerstandskämpfer gegen das Nazi-Regime werden von der Gestapo verhaftet und vom Volksgerichtshof unter Freisler abgeurteilt. Hermann Danz, Fritz Rödel, Johann Schellheimer und Martin Schwantes werden am 01.November 1944 zum Tode verurteilt und am 05.Februar 1945 hingerichtet.
    25.Juli - Wieder geht ein Transport mit 91 Häftlingen aus dem Lager Magda in das KZ Buchenwald.
    04.August - Vertretern Magdeburger Rüstungsbetriebe wird eine neue Taktik vorgestellt. Um Aufklärungsflieger nach Bombenangriffen über das Ausmaß der Schäden zu täuschen, sollen durch Rauchöfen und Rauchfässer Brände vorgetäuscht werden.
    05.August - Bei dem bisher schwersten Bombenangriff auf Magdeburg werden 693 Menschen getötet und 881 Menschen verletzt. Große Teile der Stadt werden zerstört.
    16.August - Bei einem Bombenangriff sterben 91 Menschen, 66 werden verletzt. Das Ausstellungsgelände im Stadtpark wird zerstört.
    01.September - Auf Anordnung des Gauleiters werden die Theater geschlossen, Orchester aufgelöst und kulturelle Veranstaltungen bis auf weiteres untersagt.
    01.September - Die "Magdeburgische Zeitung" wird mit der Gauzeitung "Der Mitteldeutsche" zusammengelegt und als "Neues Magdeburger Tageblatt" vertrieben.
    11.September - 120 Tote und 212 Verletzte ist die Bilanz eine erneuten Bombenangriffs.
    12.September - Die Stadt kommt nicht zur Ruhe. 136 Menschen sterben und 143 werden verletzt, als Magdeburg wieder mal Angriffsziel der Bomber ist.
    24.September - Während eines Tagesangriffes wird die Katharinenkirche schwer getroffen. 1964 wird das Kirchenschiff gesprengt und 1966 die verbliebenen Türme von Hand abgetragen. An dieser Stelle steht heute das Haus der Lehrer.
    27.September - 525 Häftlinge der BRABAG werden nach Buchenwald und später nach Auschwitz deportiert. Dort werden sie anschließend ermordet.
    28.September - 261 Tote und 492 Verletzte sind bei einem Bombenangriff zu beklagen, der auch die Johanniskirche nach fünf Bombentreffer schwer beschädigt und das Zirkusgebäude zerstört.
Gräberfeld für die Opfer des Faschismus auf dem Westfriedhof

  06.Oktober - Aus den Außenlagern der BRABAG in Magdeburg und Rehmsdorf schickt die SS 1188 kranke jüdische Häftlinge nach Auschwitz zur Vernichtung.
  07.Oktober - Beim Letzten Angriff des Jahres verlieren 50 Menschen ihr Leben, 112 Menschen werden verletzt.
    25.Oktober - In Magdeburg beginnt die Registrierung für den Volkssturm. Alle waffenfähigen Männer zwischen 16 und 60 Jahren werden dabei erfasst. 59 Erfassungsstellen registrieren das letzte Aufgebot.
    27.Oktober - Aus dem KZ Ravensbrück werden 550 Frauen in das Frauen-KZ der Polte-Werke verlegt.
    November - In einer Aufstellung der noch zu zerstörenden Städte Deutschlands vom britischen Luftmarschall Harris steht Magdeburg an erster Stelle.
    01.November - Martin Schwantes, Friedrich Rödel, Johann Schellheimer und Herrmann Danz werden vom Volksgerichtshof wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 05. Februar 1945 werden sie in Brandenburg hingerichtet.
    03.November - Das Frauen-KZ im Polte-Werk wird durch ein Lager für Männer erweitert, in dem ca. 1000 jüdische Häftlinge aus Polen, Ungarn und Litauen untergebracht werden.
    29.Dezember - 401 Häftlinge aus dem Außenlager der Brabag werden in das KZ Bergen-Belsen überstellt. [Link]
1945   09.Januar - Aus dem KZ-Außenlager der Polte-Werke werden 26 arbeitsunfähige Häftlinge in das KZ Bergen-Belsen deportiert.
    16.Januar - Nachdem in den Vormittagsstunden Magdeburg schon einen Angriff mit 40 Toten zu überstehen hatte, kommt es in der Nacht zum schwersten amerikanischen Bombenangriff auf die Stadt. 90% der Innenstadt und 30% der Vorstädte werden zerstört. Tausende verlieren ihr Leben. Innerhalb von 29 Minuten werden rund 220.000 Bomben auf Magdeburg abgeworfen. (siehe auch hier)
    17.Januar - Nach den schweren Angriffen vom Vortag erfolgt nochmals ein Nachtangriff der Alliierten.
    02.Februar - Sechs Verletzte fordert ein Tagesangriff alliierter Bomber.
    03.Februar - Wieder erfolgt ein Tagesangriff. 23 Menschen verlieren ihr Leben und 11 Verletzte sind zu beklagen. 
    05.Februar - Die Widerstandskämpfer Herrmann Danz, Martin Schwantes, Friedrich Rödel, Johann Schellheimer und Theodor Neubauer werden im Zuchhaus Brandenburg durch das Fallbeil hingerichtet.
    06.Februar - 167 Tote und 216 Verletzte fordert ein erneuter Tagesangriff.
    09.Februar - Vor den anrückenden Amerikanern wird das KZ-Außenlager der BRABAG aufgelöst. Die bis dahin überlebenden Häftlinge werden in das KZ Buchenwald deportiert. Von den 465 Häftlingen sterben auf dem Transport mindesten 35.
    09.Februar - Zwei Tagesangriffe fordern 42 Menschenleben, 52 werden verletzt.
    10.Februar - Der Oberbürgermeister Markmann gibt bekannt, dass auch für Ruinengrundstücke Grundsteuern sowie Kanal-, Straßenreinigungs- und Müllabfuhrgebühren zu entrichten seien.
    13.Februar - 4 Menschen werden durch einen erneuten Bombenangriff getötet.
    14.Februar - Wieder erfolgen im Laufe des Tages zwei Bombenangriffe die 77 Tote und 134 Verletzte fordern.
    15.Februar - Der neunte Bombenangriff im Februar fordert 76 Tote und 11 Verletzte.
    März - Nachdem ein deutscher Werkmeister ein russisches Mädchen wegen angeblicher Sabotage denunziert hat, wird sie von SS-Wachmannschaften des KZ-Lagers Polte fast zu Tode geprügelt und in Bunkerhaft gesperrt. Später wird sie vor den Augen aller Häftlinge gehängt und zur Abschreckung 24 Stunden hängen gelassen.
    02.März - 73 Tote und 24 Verletzte fordert ein Tagesangriff auf die Stadt. Dabei wird auch der Dom schwer getroffen.
    03.März - Erneuter Fliegerangriff auf die Stadt. Ziel ist die Brabag, die nun vollständig zerstört ist.
    13.März - Beim schwersten Bombenangriff im Monat März werden 63 Menschen getötet.
    13.März - Generalleutnant Adolf Raegener wird Kampfkommandant von Magdeburg.
    19.März - Aus dem KZ-Außenlager Langenstein-Zwieberge werden 130 KZ-Häftlinge in das KZ-Außenlager bei den Polte-Werken verlegt und bei der Enttrümmerung der zerstörten Stadt eingesetzt.
    19.März - Hitler erlässt den "Nerobefehl". Laut diesem Befehl sollen alle wichtigen Brücken, verkehrswichtige Objekte und Industrieanlagen zerstört werden, damit der Gegner nur unbrauchbare Infrastruktur vorfindet.
    23.März - 58 Frauen aus dem KZ-Außenlager Polte-Werke werden von Magdeburg in das KZ Bergen-Belsen deportiert.
    April - In den Magdeburger Rüstungsbetrieben arbeiten über 12.000 KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene.
    April - 90.000 Einwohner sind in Magdeburg verblieben.
    03.April - Der vorletzte Bombenangriff des Krieges erfolgt.
    07.April - Der Kampfkommandant Generalleutnant Adolf Raegener erklärt die Stadt Magdeburg zur Festung. Im Notfall sollen alle militärisch nutzbaren Anlagen vollständig zerstört werden, Panzersperren werden errichtet, Panzergräben ausgehoben, Geschütze zur Panzerbekk,ämpfung im Stadtgebiet aufgestellt und der Volkssturm in Bereitschaft versetzt. SA und SS durchkämmen die Stadt nach noch kampffähigen Einwohnern.
    07.April - Polizeipräsident SS-Gruppenführer Andreas Bolek stellt ein Polizeiregiment zusammen. Damit will er Magdeburg bis zum letzten verteidigen. (Polizeiregiment Bolek)
  Daten geändert 11.April - In Magdeburg wird ab 17:00 Uhr Feindalarm ausgelöst. Panzer der 2. US-Panzer-Division und die 30.Infanterie-Division der Amerikaner stoßen auf Magdeburg vor. Für das Stadtgebiet wird Verteidigungsbereitschaft angeordnet. Magdeburg ist Frontgebiet.
    11.April - Die Spitze der 2.US-Panzerdivision erreicht bei Westerhüsen die Elbe.
    11.April - Aus dem KZ-Außenlager Polte-Werk schaffen einige der Insassen die Flucht in die umliegenden Stadtviertel.
    11.April - Amerikanische Truppen erreichen die Stadtgrenze und besetzen Groß-Ottersleben. Im Süden stehen sie vor Buckau.
  neue Daten hinzugefügt 11.April - Bei Diesdorf sollen Hitlerjungen 8 Panzer vernichtet haben. Ein Hitlerjunge wird von den Amerikanern gefangen genommen und standrechtlich erschossen.
  neue Daten hinzugefügt 11.April - In den Abendstunden wird durch amerikanische Panzer der Flugplatz an der Salbker Chaussee unter Feuer genommen und das Flughafengebäude zerstört. Einige auf dem Rollfeld abgestellte Maschinen werden ebenfalls getroffen.
    12.April - Die Sternbrücke wird vor der Übergabe der Stadt an die Amerikaner gesprengt.
    12.April - Amerikanische Parlamentäre fordern Magdeburg zur Kapitulation auf. Der Polizeipräsident und SS-Gruppenführer Boleck lehnt dies ab.
    12.April - Erste amerikanische Soldaten überqueren bei der Fähre Westerhüsen die Elbe und bilden einen Brückenkopf und beginnen mit dem Bau einer Pionierbrücke.
    13.April - Infolge starken Beschusses muss die Pionierbrücke aufgegeben werden.
  neue Daten hinzugefügt 13.April - Gegen 6:30 Uhr sprengen Soldaten der Wehrmacht den Elbteil der Reichsautobahnbrücke Hohenwarthe.
    13.April - Das aus Angehörigen der Magdeburger Polizei gebildete Polizeiregiment Bolek wird zur Verteidigung auf die Ostseite der Stadt verlegt.
    13.April - 3.500 Häftlinge des Polte-Lagers gehen auf Todesmarsch in Richtung KZ Ravensbrück. Auf der ersten Station im Stadion "Neue Welt" werden 42 von ihnen ermordet. Nur rund 600 von über 3000 Frauen erleben das Kriegsende.
    13.April - Die politischen Gefangenen werden aus dem Gerichtsgefängnis entlassen.
    13.April - Der Faber-Verlag gibt die "Frontzeitung der Magdeburger" heraus. (insgesamt 3 Ausgaben)
    14.April - Einwohner öffnen am Kümmelsberg die Panzersperren. Einheiten der Hitler-Jugend ziehen sich daraufhin zum Westfriedhof zurück.
  Daten geändert 14.April - Die Wehrmacht sprengt zwischen Buckau und Fermersleben mit Munition und Seeminen beladene Züge. Deutsche Flugzeuge bombardieren Bahnanlagen an der Sohlener Straße, Industrieanlagen im Süden der Stadt und greifen amerikanische Stellungen an.
    16.April - In Magdeburg werden Standgerichte gebildet, die Jagd auf alle machen, "die die deutsche Kampfkraft und Kampfentschlossenheit gefährden".
    16.April - Die Hubbrücke wird von Wehrmachtssoldaten des Pionier-Bataillon 4 gesprengt.
    16.April - Der Kampfkommandant der Stadt Magdeburg, Generalleutnant Adolf Raegener, lehnt erneut ein Kapitulationsangebot der Amerikaner ab.
    16.April - Nach Ablehnung der Kapitulation beginnt die Offensive der Amerikaner. Von den Sohlener Bergen wird aus schweren Geschützen in die Stadt geschossen.
    16.April - Truppen der 1. Belorussischen und der 1. Ukrainischen Front erhalten den Befehl auf Magdeburg vorzustoßen.
    17.April - Magdeburg hat den letzten Bombenangriff des Krieges zu überstehen. Insgesamt hat Magdeburg rund 60 mal Bombenalarm erlebt wobei es zu 34 Großangriffen kam. Tausende von Menschen kamen dabei ums Leben. Schätzungsweise 15.000 Verletzte waren zu beklagen. Dabei wurde die Stadt von rund 12.000 Tonnen Bomben verwüstet.
    17.April - Nach dem Bombenangriff beginnt der Sturm der US-amerikanischen Infanterie auf die Stadtrandbezirke. Im Norden rücken Teile des 120. Infanterie-Regiments vor, im Westen das 117. Infanterie-Regiment und im Süden stößt das 119. Infanterie-Regiment auf Magdeburg vor. Sie werden dabei teilweise von Panzereinheiten unterstützt.
    17.April - Die Eisenbahnbrücke im Herrenkrug wird gesprengt.
  neue Daten hinzugefügt 18.April - In der Nacht gegen 2:30 Uhr gibt der Stadtkommandant Generalleutnant Raegener an den Bunker am Nordfriedhof den Befehl zum Absetzen. Dieser Befehl wird nur zum Teil ausgeführt.
    18.April - Wehrmachtssoldaten sprengen vor den herannahenden Amerikanern die Hindenburgbrücke. (1950 beginnt der Wiederaufbau und 1952 wird sie als Wilhelm-Pieck-Brücke dem Verkehr übergeben) und die Brücke der Pioniere.
  neue Daten hinzugefügt 18.April   Die Amerikaner erreichen gegen 11:00 Uhr den Justizpalast an der Halberstädter Straße und stoßen in die Innenstadt vor. Die Kaserne Ravensberg wird eingenommen und die Besatzung gefangen genommen.
    18.April - Amerikanische Soldaten besetzen das Krupp-Gruson-Werk und richten in der Dodendorfer Straße zwei Kommandostellen ein.
  Daten geändert 18.April - Amerikanische Soldaten nehmen im Nordpark, vor dem Eingang des Befehlsbunker, den Oberbürgermeister Markmann und den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen von Ulrich, gefangen. Mehrere Insassen des Bunkers begehen Selbstmord.
    18.April - Auf dem Werder stellt der Volkssturm die Kampfhandlungen ein.
    18.April - Amerikanische Truppen besetzen den Westteil Magdeburgs. (bis 01.Juli 1945)
    18.April - Die "US-Militärregierung Deutschlands in Magdeburg" mit Major Ackermann als Kommandeur wird gebildet.
    19.April - Infolge von Kampfhandlungen wird die Stadthalle zerstört und brennt vollständig aus
    19.April - 86 Wehrmachtsangehörige ergeben sich auf dem Werder und die Bewohner hissen weiße Fahnen..
    19.April - Otto Baer wird als "Chef der Zivilverwaltung" von den Amerikanern eingesetzt.
    20.April - SS-Truppen und Volkssturmeinheiten rücken auf den Werder ein. Die weißen Fahnen werden entfernt. Der Werder ist wieder Kampfgebiet.
    20.April - Der Kommandant der amerikanischen Militärregierung, Major Ackermann, ordnet die Aufstellung einer Ordnungspolizei an.
  neue Daten hinzugefügt 21.April - Der Werder wird verstärkt unter Beschuß genommen um die SS und den Volkssturm auszuschalten.
  neue Daten hinzugefügt 22.April - Deutsche Flugzeuge bombardieren zum letzten Mal das Krupp-Gruson-Werk und die angrenzenden Wohngebiete.
    23.April - Auf Befehl der Militärkommandantur wird die Arbeit in den öffentlichen Versorgungs- und den Lebensmittelbetrieben wieder aufgenommen.
    27.April - Eine auf Weisung der Militärregierung gebildete Industriekommission tritt das erste mal zusammen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu setzen.
  neue Daten hinzugefügt 28.April - Gauleiter Jordan wendet sich in einem letzten Appell an die Bevölkerung und beschwört die "Deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen" an den Führer und den Endsieg zu glauben.
    30.April - Wehrmacht, SS und Volkssturm geben den Werder auf und verlassen die Elbinsel.
    02.Mai - Die ostelbischen Stadtteile werden Richtung Norden von den deutschen Truppen geräumt. An der Eisenbahnbrücke Herrenkrug gehen sie in amerikanische Gefangenschaft.
  neue Daten hinzugefügt 03.Mai - Französische Offiziere setzen auf die ostseite von Magdeburg über und hissen am Gesellschaftshaus im Herrenkrug die Trikolore.
    04.Mai - Otto Baer wird von der amerikanischen Militärregierung zum Oberbürgermeister von Magdeburg ernannt.
    Mai/Juni - Magdeburg ist von Russen, Briten, Franzosen und Amerikanern besetzt.
    05.Mai - Russische Truppen besetzen den Ostteil Magdeburgs
    07.Mai - Die NSDAP und alle ihre Gliederungen werden in Magdeburg aufgelöst.
    07.Mai - Die Reichsbank wird durch die Amerikaner leergeräumt. 120 Tonnen Silberbarren gehen nach Frankfurt am Main, 700 Millionen Reichsmark in Papiergeld nach Leipzig.
    08.Mai - Nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Armee ist der zweite Weltkrieg in Europa zu Ende.

Personen des Zeitgeschehen

in Magdeburg

(wird immer weiter ausgebaut)

  A B C D E F G H I J K L M  
                             
  N O P Q R S T U V W X Y Z  
    Name geboren gestorben Bemerkung
A   - - - -
B - Bolek, Andreas 03.Mai 1894 05.Mai 1945 NSDAP (Österreich 1923, Deutschland 1926), Gauleiter Oberösterreich, SS-Gruppenführer und Generalmajor der Polizei, 1937-45 Polizeipräsident, bei Einmarsch der sowjetische Truppen Selbstmord
  - Baerensprung, Horst W. 27. März 1893 29. November 1952 SPD, Polizeipräsident von Magdeburg (1930-32), 1933 verhaftet, später emigriert, 1947-51 Polizeipräsident in Braunschweig
  - Baer, Otto 01.Februar 1881 23.April 1966 1945 - 1946 Oberbürgermeister von Magdeburg und Regierungspräsident der Bezirksregierung zu Magdeburg
  - Bruschke, Werner 18. August 1898 17. Februar 1995 Schlosser, Widerstandskämpfer, 1949 -1952 Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt
  - Bovensiepen, Otto 08. Juli 1905 18. Februar 1979 NSDAP (1926), SS-Standartenführer, Leiter der Gestapo Magdeburg (1934-35), 1948 in Dänemark zum Tode verurteilt, 1950 Umwandlung in Lebenslänglich, 1953 freigelassen. In der BRD 1969 wegen Deportation von 50.000 Juden angeklagt, 1970 wegen Herzinfarkt Verfahren vorläufig, 1973 vollständig eingestellt.
  - Bischoff, Helmut 01. März 1908 05. Januar 1993 SS-Obersturmbannführer, Oberregierungsrat, Führer des Einsatzkommandos 1 der Einsatzgruppe IV in Polen, 1941-43 Leiter der Gestapo Magdeburg, 1946 verhaftet und in Magdeburg und dann bis 1948 im Speziallager Nr.1 in Mühlberg inhaftiert, 1955 entlassen, 1967 bis 1970 Hauptangeklagter im Essener Dora-Prozess, vier Tage vor der Urteilsverkündung wird das Verfahren zunächst ausgesetzt. Am 26. Mai 1970 wurde das Verfahren unter einer fadenscheinigen Begründung eingestellt.
C - Christiansen, Carl Friedrich 23. Februar 1884 02. Mai 1969 NSDAP (1933), SA-Sturmführer, 1934-37 Polizeipräsident von Magdeburg
D - Danz, Herrmann 18. Oktober 1906 05. Februar 1945 Widerstandskämpfer, im Juli 1944 verhaftet, im Februar 1945 durch Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet
E - Ebert, Anna 31. August 1889 16. März 1947 Magdeburger Kommunalpolitikerin, 1933 von der Gestapo verhaftet, 1939 in das KZ Ravensbrück verschleppt, nach dem Krieg Leiterin der Sozialfürsorge im Stadtteil Magdeburg-Ost, danach Leitung des Fürsorgeamtes.
F - Frohwann, Erich 01. Januar 1904 1945 NSDAP (1937), SS-Obersturmführer, Kriminalrat, 1934 - 41 Staatspolizeileitstelle Magdeburg (Gestapo), 1941 an Massenerschießung in Polangen/Litauen beteiligt, 1945 Selbstmord
G - Goldschmidt, Herbert 01. September 1890 März 1943 Bürgermeister von Magdeburg (1931-1933), im KZ Riga ermordet
  - Greischel, Werner 27. Februar 1889 15. September 1970 Museumsdirektor, leitet die Auslagerung der Sammlungen des Magdeburger Museums zum Schutz vor Fliegerangriffen
  - Gröpler, Carl 22. Februar 1886 30. Januar 1946 Scharfrichter aus Magdeburg, bis 1937 führte er 144 Hinrichtungen aus.
  - Gay, Willy 22. Februar 1890 18. Februar 1975 NSDAP, 1933-34 Leiter der Krininalpolizei Magdeburg, nach 1945 Leiter der Kriminalpolizei Köln und Regierungs- und Kriminaldirektor Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen
H   - - - -
I   - - - -
J - Jordan, Rudolf 21.Juni 1902 27.Oktober 1988 NSDAP (1925), Gauleiter, SA-Obergruppenführer, Oberpräsident der Provinz Magdeburg, Reichsverteidigungskommissar, Mai 1945 von den Amerikanern verhaftet und an die Sowjetunion ausgeliefert, dort zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt, 1955 frei gekommen, in München Sachbearbeiter in der Flugzeugindustrie
  - Jagow, Hans Georg von 19. Dezember 1880 24. Oktober 1945 1934 - 1944 Regierungspräsident in Magdeburg
K - Krause, Rudolf 30.Juli 1894 unbekannt Oberbereichsleiter der NSDAP, Reichstagsabgeordneter, Verbleib unbekannt
  - Königshaus, Franz 10.April 1906 nach 1971 SS-Hauptsturmführer, Gestapo Magdeburg, an der Ermordung von über 5000 Kriegsgefangenen beteiligt, alle Verfahren gegen ihn wurden ohne Verurteilung eingestellt
  - Kutz, Willi 14. Juli 1904 Februar 1945 Widerstandskämpfer, im Februar 1936 verhaftet und zu 9 Jahren Zuchthaus verurteilt, im Februar 1945 in Berlin-Spandau ermordet
  - Korndörfer, Rudolf 20. Juni 1906 ? NSDAP, Oberregierungsrat, SS-Sturmbannführer, Januar bis Juni 1939 stellvertretender Leiter der Staatspolizeileitstelle Magdeburg
L - Lauenburger, Erna 04.März 1920 02.Juli 1943 aus dem Zigeunerlager Magdeburg nach Auschwitz deportiert und dort ermordet, Titelfigur von Grete Weiskopfs Roman "Ede und Unku"
  - Leiterer, Albert 08. Februar 1902 03. Januar 1985 SS-Obersturmbannführer im Sicherheitsdienst der Reichsleitung der NSDAP, 1936-41 Leiter der Gestapo-Leitstelle Magdeburg, 1945 von den Briten festgenommen, 1949 mit Hilfe der Kirche vom Vorwurf der Zugehörigkeit zur Gestapo freigesprochen, von 1956-64 Verwaltungsrichter beim Schleswig-Holsteinischen Verwaltungsgericht, Obergerichtsrat, bei seiner Pension wurden die Jahre bei der Gestapo angerechnet
  - Loeper, Wilhelm Friedrich 13.Oktober 1883 23. Oktober 1935 Gauleiter des Gaus Magdeburg-Anhalt, Reichsstatthalter für Braunschweig und Anhalt, SS-Gruppenführer, an Krebs gestorben
M - Markmann, Fritz 23.September 1899 13.März 1949 Oberbürgermeister von 1933-45, von einer "Entnazifizierungskommission" als Mitläufer eingestuft.
  - Martin, Ernst 03. März 1885 12. November 1974 Domprediger (1918 - 1945), Politiker (DNVP), ließ das Barlach-Denkmal aus dem Dom entfernen,
  - Mohr, Robert 24. Dezember 1909 03. Februar 1989 SS-Obersturmbannführer, 1944-45 Leiter der Gestapo Magdeburg, an Kriegsverbrechen in der Ukraine beteiligt, 1945 nach Flucht interniert, mehrmalige Flucht aus Internierungslager (1946 + 1947), 1963 wegen Beihilfe zum Mord angeklagt, 1967 zu acht Jahren Haft verurteilt
  - Materlik, Hubert 08. Juli 1895 26. Juli 1944 Widerstandskämpfer, 1944 verhaftet, wird in seiner Zelle erhängt aufgefunden
N - Nordenflycht, Ferdinand Freiherr von 21.Mai 1887 1966 Polizeipräsident von Magdeburg (1932 - 1933), 1951 Direktor beim Bundesrechnungshof
  - Nathusius, Martin 08. März 1883 04. März 1941 Gauwirtschaftsberater der NSDAP, SS-Sturmbannführer, Betriebsführer der Polte AG, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer, Ratsherr der Stadt Magdeburg
O   - - - -
P - Philippson, Julius 08. Apri 1894 1943 Lehrer, Mitglied im Internationalen Sozialistischen Kampfbund, 1943 in Auschwitz ermordet
Q   - - - -
R - Raegener, Adolf 17.Februar 1895 17.August 1983 Generalleutnant, seit 13.März 1945 Kampfkommandant von Magdeburg
  - Ritter, Dr. Robert 14.Mai 1901 17.April 1951 SS-Obersturmbannführer, "Rassehygieniker", Leiter der Rassehygienischen Forschungsstelle, Verantwortlich für den Tod tausender KZ-Häftlinge, 01.April 1948 Obermedizinalrat in Frankfurt am Main, nie verurteilt
  - Reuter, Ernst 29. Juli 1889 29. September 1953 Politiker (KPD, USPD, SPD), Oberbürgermeister von Magdeburg (1931-1933), Regierender Bürgermeister von Berlin/West (1948-1953)
  - Rödel, Friedrich 18. April 1888 05. Februar 1945 Magdeburger Stadtrat, Widerstandskämpfer, im Juli 1944 verhaftet, im Februar 1945 durch Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet
S - Schragmüller, Johann Konrad 11.März 1895 1.Juli 1934 SA-Gruppenführer, 1933-34 Polizeipräsident von Magdeburg, im Zuge der Röhm-Affäre von der SS erschossen.
  - Seldte, Franz 29.Juni 1882 11.April 1947 Reichsarbeitsminister, SA-Obergruppenführer, Gründer des Stahlhelms, als Kriegsverbrecher verhaftet, vor Anklageerhebung gestorben
  - Schellheimer, Johann 18.Februar 1899 05. Februar 1945 Widerstandskämpfer, im Juli 1944 verhaftet, im Februar 1945 durch Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet
  - Schulze, Max 21.Oktober 1900 1./2. Juli 1934 SA-Oberführer, Führer der Standarte 26 Magdeburg, am 1. oder 2. Juli 1934 im Zuge der Röhm-Affäre im KZ Lichtenburg von der SS erschossen.
  - Schwantes, Martin 20. August 1904 05. Februar 1945 Lehrer, Widerstandskämpfer, im Juli 1944 verhaftet, im Februar 1945 durch Fallbeil im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet
  - Schmidt, Karl 06. Dezember 1902 03. Mai 1945 Widerstandskämpfer, in der Lübecker Bucht auf einem Schiff interniert, dort umgekommen (Karl-Schmidt-Straße)
  - Stier, Erich 27. August 1895 06. Juli 1968 NSDAP (1933), bis 1934 Leiter der Staatspolizeistelle Magdeburg (GESTAPO), Oberregierungsrat in Hannover, von 1955 bis 1959 Richter am Bundessozialgericht.
T - Tichy, ? ? Kreisleiter der NSDAP von Magdeburg
U - Ulrich, Curt von 14.April 1876 02.Februar 1946 NSDAP (1925), SA-Obergruppenführer, von 1933 - 1944 Oberpräsident der preußischen Provinz Sachsen, im sowjetischen Speziallager Nr. 8 in Torgau gestorben
V - Vitzdamm, Heinrich 29. Februar 1892 23. Februar 1975 NSDAP (1933), SS-Oberführer, 1935-36 Leiter der Gestapo Magdeburg, bis 1945 Führer des SD-Leitabschnitts Kattowitz, nie angeklagt oder verurteilt,
W - Weissler, Dr. Friedrich 28.April 1891 19.Februar 1937 Landgerichtsdirektor Magdeburg, im KZ Sachsenhausen ermordet
  - Wille, Ernst 20. April 1894 27. Mai 1944 Widerstandskämpfer, 1943 verhaftet und 1944 mit dem Vermerk "Rückkehr unerwünscht" in das KZ Neuengamme verlegt, kurze Zeit später "verstorben"
  - Wilde, Dr. Georg 09. Mai 1877   von 1906 bis 1939 letzter Rabbiner der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg
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