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Arthur Harrys, Oberkommandierender des Britischen
Bomber Command, hatte am 01.November 1944 in einem Brief an an den Chef
des britischen Luftstabes, Sir Charles Portal , Magdeburg neben
Dresden und Leipzig auf die Liste der noch unbedingt zu zerstörenden
Städte gesetzt. Und dabei stand Magdeburg sehr weit oben.
Die
Angriffsvorbereitungen zur Zerstörung der Stadt liefen unter dem
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Decknamen "Grilse" = junger Lachs |
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Demnach sollten die Bomber mehrere, kurze massierte
Angriffe gegen die Stadt fliegen. Dabei sollten zunächst die
Produktionsanlagen der Treibstoffindustrie (BRABAG), die Hafenanlagen
sowie Rüstungsbetriebe zerstört werden. Im Anschluss sollte ein
konzentrierter Angriff zweier Luftflotten die dichtbesiedelte Altstadt
in Schutt und Asche legen. |
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Nachdem der Vormittagsangriff der 8.US-Luftflotte
noch dem Krupp-Gruson-Werk und der BRABAG gegolten hat, fliegen
in den Abendstunden Bomber der RAF aus verschiedenen Richtungen
kommend Magdeburg an. Kurz vor dem Beginn des Angriffs (21:23
Uhr) werfen "Pfadfinder" Stanniolstreifen ab. Damit wird das
Radar der um Magdeburg stationierten Flugabwehr unbrauchbar
gemacht. Die nachfolgenden Bomber sind nicht mehr auszumachen. Um
21:28 Uhr werfen der Masterbomber und vier weitere Flugzeuge, um das
Angriffsziel abzustecken, Sichtmarkierungen ab, die "Beleuchter"
können ihre Magnesiumbomben (Weihnachtsbäume) absetzen. Erst jetzt
wird der Bombenalarm ausgelöst. Nachdem das Angriffsareal Taghell
erleuchtet ist beginnt der Bombenangriff. |
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Die erste Bomberwelle begann mit dem Abwurf
schwerer Luftminen im Bereich des Nordabschnitts des Breiten Weges.
Diese deckten durch ihre Druckwellen die Dächer ab, brachten Mauern zum
Einsturz und bereiteten den nachfolgenden Stabbrandbomben und
Brandkanister den Weg ins Innere der Häuser. Diese setzten durch ihr
Phosphor alles in Brand, so das sich das Inferno immer weiter
ausbreiten konnte. |
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Die zweite Welle flog Magdeburg gegen 21:39 Uhr
an und beginnt in die schon zerstörten Häuser Sprengbomben
und Luftminen abzuwerfen. Diese lassen die Häuser zerbersten,
zerstören die Wasserleitungen und verhindern so, das Rettungskräfte
die Großbrände bekämpfen können. Die nachfolgenden Brandbomben
verwandeln die Innenstadt in ein einzige Flammenmeer. Den Menschen
wird der Sauerstoff entzogen, so das sie qualvoll ersticken oder in
der enormen Hitze verglühen. In Brand geratene Kohlenvorräte setzen
Kohlenmonoxid frei, dieses entzieht den Menschen noch zusätzlich den
Sauerstoff und lässt sie wie eingeschlafen erscheinen. |
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